Prinzregent Luitpold von Bayer
Der vorletzte in Bayern regierende Herrscher aus dem Hause Wittelsbach wurde am 12. März 1821 nachts kurz vor 2 Uhr in der Würzburger Residenz geboren.

Die Hauptstadt des Untermainkreises hatte sich Luitpolds Vater, der kunstsinnige Kronprinz und nachmalige König Ludwig I. von Bayern im Jahre 1816 neben Aschaffenburg als Wohnsitz gewählt und damit seine Verbundenheit mit jenen Landesteilen bekundet, die erst knapp zwei Jahre zuvor im neubayrischen Staat aufgegangen waren. Insofern war die Geburt eines Wittelsbacherprinzen in den Mauern der Hauptstadt eines untergegangenen Fürstbistums mit einer über tausendjährigen Geschichte ein symbolisches Ereignis, das die Integration der am Verhandlungstisch hinzugewonnenen Gebiete nur fördern konnte.

Luitpold war bereits der dritte Sohn Ludwigs und seiner Gemahlin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Neben den Brüdern Maximilian, Otto und dem nachgeborenen Adalbert hatte Luitpold noch vier Schwestern, darunter die am 19. März 1823 ebenfalls in Würzburg geborene Adelgunde, die spätere Herzogin von Modena. Der Prinzregent starb am 12. Dezember 1912 in München. In der dortigen Theatinerkirche fand er seine letzte Ruhestätte.
Die Stadt Würzburg ehrte den vorbildlichen Herrscher durch Errichtung des 1903 enthüllten Luitpold-Denkmals in den Anlagen am
Foto und Text: Willi Dürrnagel


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