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Das O-LI
Das O-LI in der Augustinerstraße – unvergessen! Das Odeon in der Augustinerstraße 18 ist ein beliebter Treffpunkt der jungen Leute in Würzburg. Der ehemalige Kinosaal des „O-LI“ wurde vor einiger Zeit umgebaut in eine Bar sowie Lounge mit Tanzcafé. An der Rückseite des Gebäudes in der Rittergasse kann man noch ein Relikt aus der „guten alten Zeit“ entdecken: eine Inschrift „Variete Odeon 1901“.

Während zu dieser Zeit im Huttenschen- und im Platzschen Garten gelegentlich ein Varietékünstler auftrat, liefen im „Odeon“ Varieteprogramme wochenlang erfolgreich.

Das Variete-Gebäude Augustinerstraße 18 wurde 1896 erstellt, nachdem die Straße, die zuvor an der engsten Stelle ganze drei Meter breit war, stark erweitert worden war, um die Straßenbahnlinie zweigleisig betreiben zu können. Bis 1893 standen hier die Höfe „Zum Storch“ und „Zu den vier Eichen“.

„Aus der neubarocken Fassade trat ein kräftiger Erker, der mit einer Zwiebelhaube aus Schiefer gekrönt war. Es war der witzigste neubarocke Erker der Stadt; mit flügelspreizendem Adler am zweiten Stock und der koketten Dachzwiebel, die aussah als wär´ sie, wie früher Damenroben, mit raffiniert verteiltem Fischbein ausgesteift. Sie hat vor dem Zweiten Weltkrieg, als derlei Baukapricen der Vergangenheit noch als undiskutabel geschmacklos galten, den Maler Carl Grossberg in Sommerhausen zu einem seiner besten Dächerbilder angeregt.“ So beschreibt der Historiker Werner Dettelbacher das Gebäude.

Besitzer und Direktor waren Hans Hammerbacher, ein wuchtiger schnauzbärtiger Mann, der nie anders als in braunen oder schwarzen Gehröcken gesehen wurde. Geboren wurde er 1865, gestorben ist er am 28. Oktober 1910. Seine Witwe Therese, die nachmalige Gattin des Direktors Carl Drexler, führte das Variete weiter. Sie ist nach einem arbeitsreichen Leben am 12. März 1921 gestorben.

Den Namen Odeon hatte man von den antiken Stätten für musikalische oder deklamatorische Aufführungen entnommen, wie etwa dem „Odeion“, des Herodes Atticus in Athen.

Für Hans Hammerbacher war die leichte und unterhaltende Muse alles, die aber nur bis zehn Uhr abends dauern durfte. Sonntags war für Familien eine Nachmittagsvorstellung um zwei Uhr, die Abendvorstellung begann um sechs Uhr.

Das Varieteprogramm war vielfältig, z.B. die Liedersängerin Irma Dolozel, die sich nicht nur durch hübschen Vortrag ihrer Gesänge, sondern auch durch dezentes Auftreten und stets geschmackvolle Toilette auszeichnet; Trapeztruppen, ein Athletenpaar; Mr. Leeb mit seinen Affen usw. Die Pause wurde durch die Darstellung von Lichtbildern verkürzt, die zum Teil Ansichten von beachtlichen Bauwerken, zum Teil Reklame hiesiger Firmen, aber auch, nach Werner Dettelbacher, den Prinzregenten in Hubertusordensrittertracht brachte.

Alle Jahre fieberte die Jugend Würzburgs dem 1. Mai entgegen: Es begannen im Odeon die „internationalen Ringkämpfe“. Aber es kostete Geld, hineinzukommen, und Geld war knapp. Also stellte man sich stundenlang vor die großen Plakate und betrachtete die Herkulesse in ihren schreiend roten und gelben Trikots, studierte haargenau die aufs Papier gebrachten Griffe ihrer Athletenarme, und für die nächsten Wochen gab´s nichts anderes als „Ringkämpferlesmach“, so in einem Bericht von Maya Gaßner.

Krieg und Inflation belasteten den Betrieb des Odeons, 1923 kam glücklicherweise der Film auf. Das Haus wurde zum Odeon-Lichtspieltheater, kurz „O-Li“, umgebaut. Es war damals das 5. Lichtspieltheater in unserer Stadt und in den 30er Jahren das zweitgrößte Tonfilm-Theater in Würzburg. Im Juli und August 1933 wurde es vollständig modernisiert und vergrößert. Es hatte weit über 600 Sitzplätze. Das in Rot und Gold prangende Haus brannte leider am 16. März 1945 völlig aus.

In diesem Haus war vor dem Krieg auch die „Münchener Weißbierstube“ untergebracht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde erneut ein Kino im Gebäude eingerichtet, das sich umwandelte zum Tanzlokal „Odeon 2000“ und anschließend wieder zum Kino.
Text und Bilder Willi Dürrnagel


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