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  Das Projekt Glaucocard der European Glaucoma Society


Die Glaucocard ein Projekt der European Glaucoma Society (EGS), das federführend von der Universitätsaugenklinik geleitet wird. Ziel des Projektes ist es, eine elektronische Patientenakte zur strukturierten Speicherung für das Glaukom ("Grüner Star") relevanter Daten zu entwickeln, die eine Weitergabe von einem zum anderen Augenarzt erleichtert.
Jeder Augenarzt hat es schon einmal erlebt:

Ein Patient kommt in die Praxis oder wird an eine Klinik überwiesen mit einem seit Jahren bekannten Glaukom. Er berichtet über Augenoperationen und Laserbehandlungen vor Jahren in verschiedenen Kliniken, alte Berichte oder Arztbriefe gibt es aber nicht mehr. Auf die Frage nach dem höchsten oder auch nur dem letzten gemessenen Augendruck sowie der bisherigen medikamentösen Therapien bekommt man bruchstückhafte Antworten oder man wird nur ratlos angeschaut.

Auf der anderen Seite gibt es Glaukompatienten, die einen schwergewichtigen Ordner mit Dutzenden von Gesichtsfeldern, Druckkurven und Arztbriefen vom Internisten bis zum Allgemeinchirurgen mitbringen. Hier kostet die Selektion der notwendigen Anamnesedaten für die weitere Behandlung ebenfalls viel kostbare Zeit.

Gerade bei chronischen Erkrankungen wie dem Glaukom spielt die Anamnese und die möglichst genaue Dokumentation des Krankheitsverlaufes eine entscheidende Rolle in der Wahl der weiteren Therapiestrategie. Deshalb gibt es für manche Erkrankungen, wie beispielsweise dem Diabetes mellitus, bereits funktionierende elektronische Dokumentationssysteme, wie z.B. die Diabcard.

Bei einer elektronischen Glaukomkarte steht man also vor dem Problem, wie die glaukomrelevante Anamnese strukturiert, einfach und möglichst mit Hilfe der modernen Datenverarbeitung von einem Augenarzt zum anderen weitergegeben werden kann. Dabei sollte auch die zunehmende Migration gerade im EU Raum und der damit verbundene häufigere Wechsel des behandelnden Augenarztes berücksichtigt werden.

Diese Problematik ist bei der European Glaucoma Society (EGS) schon seit Jahren bekannt. Bei ca. 8,5 Millionen Glaukomerkrankungen in Europa, von denen ca. 850.000 zu den komplexen Fällen gezählt werden können, die von unterschiedlichen Ophthalmologen in ihrem Leben behandelt werden, ist die Wichtigkeit einer optimierten Dokumentation der Krankengeschichte offensichtlich.

Schätzungen gehen von Einsparmöglichkeiten von ca. 12-15% der Behandlungskosten für die Glaukomerkrankung aus. Dies wäre überwiegend möglich durch eine höhere Effizienz und verbessertes Qualitätsmanagement durch den Einsatz von optimierten Informationstechnologien.

Seit 2 Jahren wird konkret an dieses Problem gearbeitet. Das EGS Projekt „Glaucocard“, welches federführend von der Universitätsaugenklinik in Würzburg durch Direktor Prof. Dr. F. Grehn und Dr. M. Schargus geleitet wird, entwickelt eine derartige elektronische Dokumentation.

Ziel des Projektes ist es, eine elektronische Patientenakte zur strukturierten Speicherung glaukomrelevanter Daten zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die möglichst unkomplizierte Handhabung, also die möglichst einfache Datenübertragung aus bestehenden Patientenverwaltungssystemen von Praxen und Kliniken. Der Umfang der Datenerfassung soll dabei überschaubar bleiben, die Daten werden auf maximal 2 DIN A4 Seiten dargestellt.

Bisherige Lösungen, wie die bekannten „Glaukompässe“, stellen eine transportable papierbasierte Lösung da, die aufgrund Ihres Umfangs jedoch nur einen stark limitierten Informationsgehalt umfassen. Je nach Art des Passes fehlen entscheidende Informationen. Das zeitaufwändige Ausfüllen per Hand ist im Praxisalltag wenig praktikabel.

In Deutschland ist zwar eine elektronische Patientenakte geplant – aber erst in der 4. Ausbaustufe der umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte (eGK) werden Behandlungsdaten gespeichert. Die geplante Lösung ist deshalb noch in ferner Zukunft und lokal auf Deutschland begrenzt.

Eine wichtige Entscheidung bei der Entwicklung der Glaucocard war die Frage nach dem Speichermedium. Die Speicherung der Daten auf einem zentralen Server hat eindeutige Vorteile, denn dabei können Daten die verschlüsselt über das Internet aufgespielt und abgerufen werden.

Der Umfang der Daten ist praktisch unlimitiert, neue Versionen und Informationen können direkt ins System für alle Benutzer eingespielt werden, ein Datenverlust ist durch mehrfache zentrale Sicherungen fast auszuschließen.

Andererseits kann das Glaucocard System für nicht Internet-angebundene Praxen auch eine Speichermöglichkeit in Form einer Glaucocard auf einem USB Stick zur Verfügung stellen.

Welche Informationen umfasst der Glaucocard Datensatz? Er beinhaltet einerseits den letzten augenärztlichen Untersuchungsbefund mit der Nomenklatur und Terminologie der EGS Richtlinien (http://www.eugs.org), weiterhin die aktuelle und vorangegangene Medikation, Allergien, Allgemeinerkrankungen und Therapie, und, soweit relevant, Hornhautpachymetrie, Kammerwinkelbeurteilung sowie den Intraokulardruck mit Uhrzeit, Datum und Meßmethode, der auch grafisch in Form einer „Druckkurve“ dargestellt werden kann.

Zusätzlich können Untersuchungsbefunde im pdf Format abgespeichert werden, die z.B. Gesichtsfeldbefunde, Papillenfotos und Nervenfaser-/Papillendiagnostik beinhalten können.

Für die zukünftige Entwicklung der Glaucocard ist eine Rohdatenspeicherung geplant, da nur so Langzeitauswertungen und Trendanalysen möglich sind.

Derzeit sind an dem Projekt bereits Glaukomzentren in Deutschland und in 4 weiteren EU Ländern beteiligt, zwischen denen auch Glaucocard Datensätze kürzlich erstmals erfolgreich ausgetauscht wurden.

Die Vorteile des Konzeptes der Glaucocard liegen klar auf der Hand: Der Patient erhält eine Langzeitdokumentation seiner Untersuchungsbefunde, die auch im Rahmen von Überweisungen an Glaukomzentren oder für zukünftige Telekonsultationsprojekte genutzt werden können. Zusätzlich werden unnötige teure Zweituntersuchungen vermeiden.

Unabhängig von den geschilderten Vorteilen des Projektes stellt das langfristige Finanzierungskonzept den entscheiden Faktor für die Akzeptanz dar. Der Patient zahlt für die Speicherung der Daten eine Gebühr, die abhängig von der Länge der Datenspeicherung variiert. Insgesamt sollen sich die Kosten für den Patienten im Bereich deutlich unter 100 Euro für eine Langzeitarchivierung bewegen.

Dieses Projekt der European Glaucoma Society wurde durch die großzügige Unterstützung der Industrie möglich. Große Teile der Entwicklungskosten werden von MSD/Chibret getragen. Die technische Entwicklung wird zusätzlich von der ifa systems AG, ASW GmbH FIDUS und integration AG gesponsert und umgesetzt.

KONTAKT:

Dr. med. Marc Schargus
Universitäts-Augenklinik
Josef-Schneider-Strasse 11

97080 Würzburg
Tel 0931/201-20351
Fax 0931/201-20400
e-mail Schargus_M@klinik.uni-wuerzburg.de

 

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