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   Museum-im-Kulturspeicher-Würzburg
ID: 52
Museum-im-Kulturspeicher-Würzburg
Stadt Wuerzburg
Veitshoechheimer Str. 5
97080 Wuerzburg

Telefon: 0931 / 3 222 5 -0
Fax:
Web: http://www.kulturspeicher.de
eMail: museum.kulturspeicher@stadt.wuerzburg.de
Stadt Wuerzburg (Kontakt)

Seit Februar 2002 steht das Museum im Kulturspeicher in der traditionsreichen Stadt Würzburg für die Kunst der Moderne und der Gegenwart. Hervorgegangen aus der ehemaligen Städtischen Galerie hat es sein Domizil in einem denkmalgeschützten Hafenspeicher. 1904 erbaut, beeindruckt das dreigeschossige Lagerhaus vor allem durch seine imposante Länge von 128 Metern, die sich durch Anbauten der Architekten nun auf 160 Meter erstreckt. Wie ein Riegel liegt der mit drei neobarocken Schweifgiebeln versehene Speicher parallel zum Main an einem künstlich angelegten Wasserbecken des ehemaligen Winterhafens.

Mit der Umnutzung zu einem Museum erhielt der Speicher nach langen Jahren des Leerstands und des Verfalls eine neue Nutzung. Das Angebot des Berliner Sammlers Peter C. Ruppert, seine Sammlung konkreter Kunst nach Würzburg zu geben, war seinerzeit der Anlass, über eine museale Nutzung nachzudenken. Die damalige Städtische Galerie, Vorgängerin des Museums, bot nicht genügend Platz, so dass nach größeren Flächen Ausschau gehalten wurde. Weitere Planungen für eine städtebauliche Umnutzung und Aufwertung des Alten Hafens begünstigten den Umbau des Speichers und die damit verbundene Verlagerung der Galerie.

Heute ist er die kulturelle Mitte in einem ehemals vernachlässigten stadtnahen Areal, in dem die Kunst und Kultur der Moderne und Gegenwart einen neuen Standort gewonnen haben. Die größte Fläche im Kulturspeicher nimmt das Museum ein. Doch tragen auch weitere im Kulturspeicher untergebrachte Einrichtungen zum kulturellen Leben der Stadt Würzburg bei: das Restaurant LUMEN, die renommierte Kabarettbühne „Bockshorn“, der Tanzspeicher, Künstlerwerkstatt und BBK-Galerie. Im rückseitigen Hafenbecken ankert seit 2007 auch das vom Würzburger Kunstverein betriebene Kunstschiff ARTE NOAH.

Aus dem ausgelobten Architekturwettbewerb gingen damals die Tirschenreuther Architekten Christian und Peter Brückner mit ihrer entschiedenen Entwurfsidee als Sieger hervor. Sie entfernten im alten Speicher die vielfach maroden Eichenstützen und stellten jeweils links und rechts zwei dreigeschossige Stahlbetonkuben in die historischen Längsfassaden ein. In diesen Betonkuben befinden sich insgesamt zwölf Museumsräume, je sechs auf jeder Seite. Sie bieten insgesamt 3600 qm Ausstellungsfläche.

In zwei Anbauten an der Mainseite sind Verwaltung, Bibliothek, Veranstaltungsraum und das Museumscafé untergebracht. Nur im Foyer des Museums, das vom Haupteingang an der Veitshöchheimer Straße und rückseitig von der Wasserseite aus zu erreichen ist, sind die Stützenraster erhalten geblieben. Entfernt wurden die hölzernen Decken, so dass sich hier ein zwölf Meter hoher Raum eröffnet. Die ehemalige Funktion des Gebäudes wird in diesem zentralen Eingangs- und Kommunikationsbereich unmittelbar anschaulich. Daneben unterstreichen die Längsfassaden mit ihren historischen Fenster- und Torformen sowie die durchgängig verwandten Materialien Beton, Metall und Industrieestrich als Bodenbelag den industriellen Charakter des Gebäudes.

Die qualitätvolle und innovative Museumsarbeit sowie die breite Verankerung des Museums in der Stadt über den Freundeskreis und die Volunteers überzeugen zunehmend. Im Oktober 2005 erhielt das „low budget Museum“ für seine Arbeit den Bayerischen Museumspreis der Versicherungskammer Bayern.

Mit Ausstellungen zu einzelnen Künstlern wie „Picasso und die Tradition“, „Auf der Suche nach Ausdruck und Form. Emy Roeder und die Plastik ihrer Zeit“, „Hans Reichel im Kraftfeld von Bauhaus und École de Paris“ sowie Gruppen- und Themenausstellungen wie „Heimspiel“, „Fotografie konkret“, „Das Bauhaus und die Esoterik“, „Kunst und Mathematik“ oder „LIEBE. LOVE - Paare“ hat sich das Museum im Kulturspeicher in den wenigen Jahren seines Bestehens auch überregional profilieren können. Dazu beigetragen haben auch die Sammlungen des Hauses.

Auch in seiner Architektur mehrfach ausgezeichnet, vereint das Museum zwei unterschiedliche Sammlungen unter seinem Dach: die Städtische Sammlung der ehemaligen Galerie mit dem Nachlass Emy Roeder und die private Sammlung „Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945“. Mit dem Einzug dieser Sammlung 2002 in den Kulturspeicher, haben sich Museum und Stadt einer europaweit ausgerichteten Kunstrichtung der Moderne geöffnet. Basierend auf der Tradition von Bauhaus, De-Stijl und russischem Konstruktivismus konnte sich die konkrete Kunst seit den 1940er Jahren ausgehend von der Schweiz länderübergreifend entwickeln und ausbreiten.
Ab dem 1 August neue Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag: 13:00-18:00 Uhr
Mittwoch: 11:00-18:00 Uhr
Donnerstag: 11:00-19:00 Uhr
Freitag: 11:00-18:00 Uhr
Samstag: 11:00-18:00 Uhr
Sonntag: 11:00-18:00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 3,50 €
Kinder unter 6 Jahre ftri
Kinder von 6-14 Jahren und Schulklassen 1,50 € pro Kind
Kinder ab 15 Jahre 2,00 €
Jahreskarte 14,00 €
Kombikarte mit Mainfränkischem Museum 4,00 €, 7 Tage gültig
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