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Würzburger Delegation bei Gedenkveranstaltung in Riga
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Von links: Linus Dietz, Rek . |
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Gemeinsames Erinnern: Eine Würzburger Stadtrats-Dele-gation um Oberbürgermeister Georg Rosenthal nahm an der Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Riga-Komitees teil. Dabei unterstützten sie als Paten der Aktion "Steine für Bikernieki" ein Projekt der Gustav-Walle-Schule. Der vorausgegangene Besuch der Partnerschulen in Riga und St. Petersburg stand für die Schüler der 10. Jahrgangsstufe ebenfalls unter dem Motto "Gegen Vergessen" und beinhaltete eine historische Spurensuche. Erinnert wird im Wald von Bikernieki bei Riga an die Deportation von etwa 25.000 deutschen, österreichischen und tschechischen Juden in den Jahren 1941/42. Nur etwa 1.000 von ihnen überlebten die von den NS-Behörden angeordnete *Endlösung der Judenfrage“. Der jüdische Brauch der Totenehrung, der sich bis heute auf allen jüdischen Friedhöfen beobachten lässt, ist die Ehrung der Toten durch ein vom Besucher auf einem Grabstein abgelegtes Steinchen. Diesen Brauch haben auch die Delegationsteilnehmer aus Würzburg beim Besuch auf der Gedenkstätte in Riga-Bikernieki am 9. Juli 2010 gepflegt und in der Ferne, den hier ermordeten Mitbürgern gedacht. Repräsentanten aus insgesamt 24 Städten kamen zu der Gedenkveranstaltung des Riga-Komitees, dem Würzburg seit der Gründung 2000 angehört. Um einen engen Bezug zwischen den einzelnen Mitgliedsstädten im Riga-Komitee und dem Ort Bikernieki herzustellen, wurden die Stein der Delegierten von Schülern zu Hause in der Partnerstadt ausgewählt und persönlich gestaltet. Junge Menschen sollten mit dieser Aufgabe dazu gebracht werden, sich bewusst mit dem Schicksal ehemaliger Bürger ihrer Heimatstadt auseinander zu setzen, die vor fast 70 Jahren zur Deportation gezwungen und in Riga in den Tod geschickt wurden. Eigene Gedanken, Empfindungen und Wünsche an die gemeinsame Zukunft konnten so mit den Steinen auf den Weg gegeben werden. Eine Dokumentation über diese Aktion wird von den Schülern der Gustav-Walle-Schule erstellt. Sie soll im nächsten Jahr die Grundlage für eine mit Schülern gestaltete "Bürgerreise gegen Vergessen" nach Riga werden.
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