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Ein Facebook des 19. Jahrhunderts

Bei der Vorstellung des neu .

Kommilitonen porträtierte. Mit diesem Kleinod befasst sich ein neues Buch, das am Institut für Hochschulkunde vorgestellt wurde. Wilhelm Schmiedeberg (ca. 1815-1865) studierte Jura und Philosophie an der Albertus-Universität Königsberg in Ostpreußen. Der junge Mann war aber auch als Zeichner und Maler talentiert: Als Erinnerung an seine Mitstudenten hielt er viele von ihnen auf Gemälden fest. So entstand ein künstlerisch gestaltetes Porträt-Album mit zahlreichen Aquarellen.
Diese „Blätter der Erinnerung“ schuf Schmiedeberg zwischen 1835 und 1839. Das Album enthält auch viele biographische Angaben und ist dadurch geradezu ein „Who is Who“ der damaligen Königsberger Studenten und Studentenverbindungen. Die preußische Universität hatte seinerzeit rund 400 Studenten, 167 davon finden sich in Schmiedebergs Album wieder.
Frisuren, Kleider und Kommentare
Schmiedebergs detailgetreue Aquarelle geben auch Einblick in die Frisuren- und Kleidermode dieser Zeit und spiegeln politische Geschehnisse wider. Manche Studenten zum Beispiel tragen eine typische rote Mütze, die Konfederatka. Das zeigt die damalige Begeisterung für Polen, denn viele Studenten unterstützten in dieser Zeit die Freiheitsbestrebungen Polens gegenüber Russland.
Viele Gemälde sind mit handschriftlichen Kommentaren versehen. Neben dem Porträt eines Studenten zum Beispiel steht die Frage: „Wer erkennt mich?“, und darunter haben all die mit ihren Nachnamen unterschrieben, die den Porträtierten identifizieren konnten. Solche Einträge in Schmiedebergs „Gesichterbuch“ erinnern stark an heutige Gepflogenheiten auf Facebook.

Porträts zweier Studenten a .

Geschichte des Porträt-Albums
Das Porträt-Album von Schmiedeberg ging in den Wirren am Ende des Zweiten Weltkriegs verloren. Erst Jahrzehnte später tauchte es im Kunsthandel wieder auf. Der Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung e.V. (VfcG, Embsen/Niedersachsen) kaufte das Album und stellte es 2012 dem Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg zur Verfügung.
Buchedition und die Beteiligten
In Würzburg wurde das Werk ein Jahr lang wissenschaftlich ausgewertet und ediert. Das Ergebnis liegt jetzt als Buch vor. Herausgeber sind der VfcG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hochschulkunde und der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde.
Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem von Wissenschaftlern des Instituts für Geschichte und aus der Slavistik sowie von der Polnischen Historischen Mission, die an der Uni Würzburg angesiedelt ist. Die Hauptarbeit erledigten Professor Hans Peter Hümmer (VfcG) und die Würzburger Kunsthistorikerin Michaela Neubert, Kustodin des Instituts für Hochschulkunde.
Einträge in polnischer Sprache
„Sehr interessant waren für uns unter anderem die Album-Einträge in polnischer Sprache“, sagt Professor Matthias Stickler vom Institut für Geschichte, zugleich wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Hochschulkunde.
Die Einträge belegen unter anderem, dass in den 1830er-Jahren aus Russisch-Polen stammende Studenten an der preußischen Universität Königsberg ein selbstverständlicher Teil der Studentenschaft waren. In ihrer Heimat konnten die jungen Männer nicht mehr studieren, nachdem die russischen Behörden 1831/32 die Universitäten Warschau und Wilna geschlossen hatten.
Weitere Forschungen geplant
„Der Band soll Ausgangspunkt für weitere Forschungen zur vergleichsweise wenig untersuchten Geschichte der Universität Königsberg sein“, kündigt Stickler an. Man befinde sich dafür bereits in Kontakt mit der Polnischen Historischen Mission und mit Fachkollegen in Polen – denn große Teile des Archivs der Universität Königsberg befinden sich heute im polnischen Olsztyn (Allenstein).
Bei der Vorstellung des neuen Buchs im Institut für Hochschulkunde begrüßte Universitätsvizepräsident Wolfgang Riedel diese Aktivitäten: „Es gibt viele historische Bestände an der Universität, die es zu erschließen gilt.“ Ein schlafendes Archiv sei wenig wert, und darum sei es wünschenswert, mit den Beständen wissenschaftlich zu arbeiten.
Hans Peter Hümmer und Michaela Neubert: „Wilhelm Schmiedebergs Blätter der Erinnerung (1835–1839) – Ein Beitrag zur studentischen Memorialkultur an der Albertus-Universität Königsberg“. Einführung: Prof. Dr. Matthias Stickler, Universität Würzburg. „Einst und jetzt“-Sonderband 2013 des VfcG, 364 Seiten, ca. 200 Abbildungen, VDS Schmidt, Neustadt an der Aisch 2013, 35,00 Euro. ISBN: 978-3-87707-872-3

Wilhelm Schmiedeberg im Selbstporträt. Der Student zeichnete sehr detailgetreu und malte daher auch die Gewebewucherung (Blutschwämmchen) auf seiner Wange. (Foto: Robert Emmerich)


Bild 4 zum Artikel "Ein Facebook des 19. Jahrhunderts" "Wer erkennt mich?“ Diese Frage neben der Zeichnung bejahten vier Studenten mit ihrer Unterschrift. (Foto: Rober Bild vergrößern



Nachricht vom 23.7.13 23:36

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