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Religionsunterricht in der Diaspora

Susanne Schwarz, Religionsp .

Eine altersgemischte Klasse unterrichten? Viele Lehrkräfte halten das für den reinsten Horror. Das muss nicht sein, meint Susanne Schwarz, Religionspädagogin an der Universität Würzburg. Im Religionsunterricht gehört es vor allem in Diaspora-Gebieten zum Schulalltag, dass unterschiedlich alte Schüler in einer Klasse zusammengefasst sind. „Oft werden zwei aufeinanderfolgende Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet, in Extremfällen auch Kinder von der fünften bis zur zehnten Klasse“, sagt Dr. Susanne Schwarz, Religionspädagogin von der Uni Würzburg.
Bislang gebe es für diese Situation kein religionsdidaktisches Konzept, und die Lehrkräfte handeln der Wissenschaftlerin zufolge in der Regel „skeptisch, aber pragmatisch“. Auch bei der Ausbildung von Lehramtsstudierenden an den Universitäten werde das Thema kaum berücksichtigt.
So begab sich Susanne Schwarz in ihrer Dissertation auf die Suche nach konzeptionellen Möglichkeiten. Ihr Ansatz: „Wer, wenn nicht Reformpädagogen wie Maria Montessori oder Peter Petersen, könnte dafür Anregungen geben?“ Deren Konzepte für den Religionsunterricht geben heute Impulse, bergen aber auch weltanschauliche Grenzen, die „gerade an der Altersmischung als verkleinertem Abbild der Gesellschaft“ erkennbar werden. Das hat Schwarz in ihrer Promotion herausgearbeitet.
Altersgemischte Klassen bieten Vorteile
Worin liegen die Chancen solcher Lernsituationen? Vor allem in den wechselseitigen Entwicklungsimpulsen, die unterschiedlich alte Kinder füreinander haben. Vergleichbare sprachliche, inhaltliche und soziale Anregungen und Erklärungen könne eine Lehrkraft nicht geben.
Beispiel: Jüngere Schüler denken oft in mythischen Kategorien, sie stellen sich Gott zum Beispiel in Menschengestalt vor. „Weil diese Bilder nur begrenzt tragen, sind die Jüngeren auf neue Denkimpulse angewiesen. Die können von älteren Kindern kommen, etwa wenn sie beschreiben, warum sie ihre Vorstellungen von Gott in einem Symbol wie Licht ausdrücken. So helfen die älteren den jüngeren im Unterrichtsgespräch, ihr Verständnis weiterzuentwickeln, und vertiefen dabei ihre eigenen religiösen Vorstellungen“, sagt die Würzburger Religionspädagogin.
In altersgemischten Klassen kommen noch soziale Rolleneffekte und Erwartungen dazu, die Kinder stärker zum Lernen motivieren. Schwarz: „Die Kinder betreten altersgemischte Klassen häufig mit einer größeren Neugier, weil sie ältere oder jüngere Schüler und deren Sichtweisen auf Religion kennen lernen wollen und die Chance haben, sich sozial neu zu organisieren.“
Spezielle Situation für den Unterricht nutzen
Worin besteht die Aufgabe der Religionslehrkraft in altersgemischten Klassen? „Wichtig ist, die spezielle Lernsituation nicht nur als Defizit wahrzunehmen, sondern sie religionspädagogisch lesen zu lernen und daraus einen interaktiven Religionsunterricht zu konzipieren“, ist Schwarz überzeugt. Wie das religionsdidaktisch gehen kann, zeigt sie in ihrer Doktorarbeit auf – „als Diskussionsgrundlage und Impuls für die Weiterentwicklung dieser Lernsituation“.
Dissertation ist als Buch veröffentlicht
Die von Professor Helmut Hanisch betreute und an der Universität Leipzig eingereichte Dissertation ist jetzt als Buch erschienen. In der Messestadt hat die Autorin ihr Studium für das Lehramt an Mittelschulen (Real- und Hauptschule) in den Fächern evangelische Religion und Deutsch absolviert. Bevor sie 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl für evangelische Theologie II der Universität Würzburg kam, war sie unter anderem Religionslehrerin an zwei Mittelschulen in Crimmitschau (Sachsen).
Susanne Schwarz: „Altersgemischtes Lernen im Religionsunterricht. Konzeptionelle Annäherungen“, Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2013. 445 Seiten, kartoniert, 39 Euro, ISBN 978-3-7815-1924-4








Nachricht vom 27.8.13 22:10

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