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Erfolg im Elitenetzwerk

Das Elitenetzwerk Bayern richtet acht neue internationale Doktorandenkollegs und Nachwuchsforschergruppen ein. Drei davon sind an der Universität Würzburg angesiedelt. Ab 2014 fördert das Elitenetzwerk Bayern in den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften vier neue internationale Doktorandenkollegs und vier neue internationale Nachwuchsforschergruppen. Gleich drei der acht Einrichtungen kommen an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Sie erhält zwei Doktorandenkollegs und eine Nachwuchsforschergruppe.
Neue Doktorandenkollegs
Das neue internationale Doktorandenkolleg „Topologische Isolatoren“ mit seinem Sprecher Professor Laurens Molenkamp (Experimentelle Physik) von der Universität Würzburg läuft in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg. Topologische Isolatoren sind ein noch relativ neues Thema in der Physik. Es entwickelt sich seit einigen Jahren sehr dynamisch und steht inzwischen weltweit im Vordergrund der Forschung, denn mit topologischen Isolatoren lassen sich womöglich noch wesentlich kleinere und leistungsfähigere Computerchips bauen. Professor Molenkamp hat für seine Pionierarbeiten auf diesem Gebiet erst vor kurzem den renommierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft zuerkannt bekommen.
Das zweite Würzburger Doktorandenkolleg kommt in die Lebenswissenschaften und wird von den Professoren Michael Decker (Pharmazeutische und Medizinische Chemie) und Martin Lohse (Pharmakologie) eingerichtet. Sein Thema: „Receptor Dynamics: Emerging Paradigms for Novel Drugs". Das Kolleg konzentriert sich auf durch chemische Wirkstoffe spezifisch verursachte Veränderungen der Struktur von Rezeptoren in der Zellmembran. Ziel ist die maßgeschneiderte Entwicklung neuer Medikamente. Am Kolleg beteiligt sind auch die Universitäten Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und Regensburg.
Neue Nachwuchsforschergruppe
Die neue internationale Nachwuchsforschungsgruppe „Structural biology of mycobacterial secretion machines” wurde vom Würzburger Institut für Molekulare Infektionsbiologie / Zentrum für Infektionsforschung (Professor Jörg Vogel) gemeinsam mit dem Rudolf-Virchow-Zentrum (Professoren Caroline Kisker, Martin Lohse und Hermann Schindelin) beantragt. Ihr Leiter Dr. Sebastian Geibel wechselt dazu vom Birkbeck College (London) nach Würzburg. Die Gruppe befasst sich mit strukturbiologischen Fragen bei Mykobakterien. Zu dieser Bakteriengruppe gehören beispielsweise die Erreger der Tuberkulose – einer Krankheit, die weltweit auf dem Vormarsch ist.
Instrument der Begabtenförderung
Zur Einrichtung der neuen Doktorandenkollegs und Nachwuchsgruppen schreibt Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle in der Pressemitteilung: „Mit dem Elitenetzwerk unterhält der Freistaat seit nunmehr zehn Jahren ein wichtiges Instrument zur Begabtenförderung vom Abitur bis in die Postdoc-Phase hinein.“ Die Auswahl der Projekte basiere auf der Empfehlung einer international besetzten Expertenkommission des Elitenetzwerks unter Vorsitz von Professor Ernst-Ludwig Winnacker.








Nachricht vom 27.1.14 15:19

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