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Bayernweite Afrika-Initiative gestartet

Geballte Afrika-Kompetenz: .

Viele bayerische Hochschulen forschen in Afrika und kooperieren dort mit afrikanischen Partnern. In einem neuen Netzwerk wollen sie ihre Aktivitäten jetzt bündeln, ausbauen, vernetzen und in der Öffentlichkeit bekannt machen. Feierlich gegründet wurde das Netzwerk heute in Bayreuth. Bayerisches Forschungsinstitut für Afrikastudien (Bavarian Research Institute for African Studies, kurz BRIAS): So heißt ein neues Netzwerk, das zunächst aus der Universität Bayreuth, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm und der Technischen Hochschule Ingolstadt besteht. Diese vier Einrichtungen machen aber nur den Anfang, denn BRIAS steht ausdrücklich weiteren Partnern aus der bayerischen Hochschullandschaft offen.
Initiator von BRIAS und im Netzwerk federführend ist die Uni Bayreuth. Dort gibt es einen Studien- und Forschungsschwerpunkt Afrikanologie, dort ist eine fächer- und fakultätsübergreifende Afrikaforschung etabliert. In diese sind alle sechs Fakultäten unter dem Dach des Instituts für Afrikastudien eingebunden.
Die Bayreuth International Graduate School of African Studies, die aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder finanziert wird, arbeitet bereits in der zweiten Förderperiode. Hinzu kommen die Bayreuth Academy of Advanced African Studies sowie weitere Verbünde und Initiativen.
Würzburger Afrika-Schwerpunkte
Auch die Uni Würzburg hat eine lange Tradition mit vielfältigen Kooperationen und wissenschaftlichen Studien in Afrika. Einschlägige Projekte und Kontakt gibt es zum Beispiel in der Tropenmedizin, der Tropenökologie, der Naturstoffchemie, der Geographie und der Ägyptologie.
In Würzburg wurden diese Aktivitäten zunächst unter dem Dach des Afrikakreises (Gründungssprecher: Professor Gerhard Bringmann) zusammengefasst. 2011 ging daraus schließlich das Forum Afrikazentrum hervor (Sprecher: Professor August Stich). Das Forum bündelt die Afrika-Aktivitäten aus allen zehn Fakultäten.
Eine weitere Initiative ist das Exzellenzstipendienprogramm BEBUC, aus dem an Schulen und Universitäten im Kongo derzeit rund 120 Stipendiaten gefördert werden. Bringmann hat es in Zusammenarbeit mit kongolesischen Kollegen initiiert – allen voran mit Professor Virima Mudogo, einem Alumnus der Würzburger Chemie.
Schwerpunkte in Neu-Ulm und Ingolstadt
Die Afrika-Schwerpunkte der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm liegen vor allem im Bereich Gesundheitsmanagement. An der Technischen Hochschule Ingolstadt beschäftigt man sich mit zukunftsweisenden Technologien für erneuerbare Energien.
Organisation des Netzwerks
Das Leitungsgremium des neuen Verbundes besteht aus neun Vertretern der vier Gründungsmitglieder (drei aus Bayreuth, je zwei aus Ingolstadt, Neu-Ulm und Würzburg). Dabei stehen die beiden Würzburger Vertreter, die Professoren Horst Beinlich (Ägyptologie) und Gerhard Bringmann (Chemie) für das Forum Afrikazentrum und für das Exzellenzstipendienprogramm BEBUC.
Den Kooperationsvertrag unterzeichneten am Donnerstag, 6. Februar, in Bayreuth die Präsidenten der vier Gründungshochschulen: Stefan Leible (Bayreuth), Alfred Forchel (Würzburg), Walter Schober (Ingolstadt), und Uta Feser (Neu-Ulm). Als Vertreter des BRIAS-Leitungsgremiums waren die Professoren Dymitr Ibriszimow (Bayreuth), Gerhard Bringmann (Würzburg) und Wilfried Zörner (Ingolstadt) dabei.
Minister ist auf Ergebnisse gespannt
Zur feierlichen Vertragsunterzeichnung war auch Bayerns Kultus- und Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle gekommen: „Im Bayerischen Forschungsinstitut für Afrikastudien werden die Kompetenzen von Wissenschaftlern aus Bayern zu Fragestellungen rund um den Kontinent Afrika zusammengeführt“, so der Minister. Die damit verbundene enge Zusammenarbeit der vier Universitäten und Hochschulen werde neue Fragestellungen und Projekte generieren: „Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!“








Nachricht vom 6.2.14 20:10

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