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Digital Retail Lab: Kooperation von s.Oliver, Drykorn & Uni

Schlagkräftiges Team: die B .

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und das internationale Modeunternehmen
s.Oliver Group kooperieren im Rahmen eines "Digital Retail Lab". Ziel der Zusammenarbeit ist es,
die Lehr- und Forschungsmöglichkeiten im Bereich E-Commerce an der
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und in angrenzenden Wissenschaftsgebieten zu stärken.
Als weiterer Partner ist auch das in Kitzingen ansässige Modeunternehmen Drykorn mit an Bord.
"Mit dem Digital Retail Lab haben wir eine einzigartige Initiative ins Leben gerufen, mit der
Wissenschaft und erfolgreiche Modeunternehmen ihre Expertise bündeln, um innovative Lösungen
für eine digitalisierte Modewelt zu entwickeln", sagt Professor Richard Pibernik, Dekan der
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der JMU.
Juniorprofessur wird eingerichtet
Um eine hochqualifizierte Lehre und Forschung sicherzustellen, wird eine Juniorprofessur mit dem
Titel "Digital Retail" eingerichtet. "Durch neue Impulse in Forschung und Lehre können sich für
Studierende sowie für Absolventinnen und Absolventen der Universität wertvolle
Karrieremöglichkeiten entwickeln. Die aktive Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft birgt
große Chancen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Region", sagt Uni-Präsident
Alfred Forchel.
Hinter dem Digital Retail Lab verbirgt sich, frei übersetzt, ein "digitales Labor für Verkauf und
Vertrieb." Professor Frédéric Thiesse, Professor für Wirtschaftsinformatik & Systementwicklung sagt
dazu: "Für die Unternehmenspartner ist der Zugriff auf wissenschaftliche Expertise und aktuelle
Forschungsergebnisse wichtiger denn je, um durch Innovation wettbewerbsfähig zu bleiben. Für die
Universität ergibt sich die hervorragende Möglichkeit, neue Konzepte und Methoden unmittelbar in
die Praxis zu transferieren und dort zu erproben."
Umfangreiche Fragestellungen
An Fragestellungen mangelt es nicht. Wie können Big Data und ähnliche Themen auch dem Handel
nutzen? Was ist in diesem Zusammenhang im Umgang mit den Daten der Nutzer zu beachten? Aber
auch Themen, die noch näher an der "Haut" der Kunden sind, passen ins Lab. Etwa: Kann und möchte
der Kunde seine Kleidung vielleicht schon von zuhause aus via 3D-Scan anprobieren oder durch 3DDruck
gleich produzieren?
"Die digitale Transformation, Big Data und das Internet der Dinge machen nicht vor der
Modebranche halt. Im Digital Retail Lab suchen und entwickeln wir gemeinsam mit Praxispartnern
innovative IT-Lösungen für den Handel der Zukunft", sagt Professor Christoph Flath, Juniorprofessor
für Wirtschaftsinformatik & Operations Management. "Wir sind davon überzeugt, dass die bestmögliche Umsetzung des Omni-Channel-Gedankens, also
der Verzahnung von Online- und Offline-Kanälen, ein wichtiger Baustein ist, um die Erfolgsgeschichte
der s.Oliver Group auch in Zukunft fortzuschreiben", sagt s.Oliver-Manager Andreas Baur.
Gut ausgebildete Absolventen
Zur personellen Ausstattung des Digital Retail Lab gehören neben der Juniorprofessur auch zwei
wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Sachmittel. Die Finanzierung wird in Teilen von s.Oliver und
Drykorn übernommen. Darüber hinaus umfasst die Zusammenarbeit auch eine Förderung des
Praxisbezugs in der Ausbildung der Studierenden. Hierzu werden beispielsweise regelmäßig
Workshops zu einzelnen Management- und Technologiethemen sowie Projektseminare und Praktika
angeboten. Studierende anderer Fachrichtungen können ebenfalls in dem Bereich Vorlesungen oder
Seminare besuchen oder Abschlussarbeiten schreiben und Praktika machen.
s.Oliver-Personalchefin Gabriele Fluck sagt: "Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel, der in
vielen Bereichen deutlich zu spüren ist, sehen wir in dieser Zusammenarbeit einen innovativen und
interessanten Ansatzpunkt, um gut ausgebildete Absolventen für unser Unternehmen, das
zukunftsorientiert agiert, zu gewinnen."
Auch Drykorn-Geschäftsführer Gerrit Voss betont die Wichtigkeit der Kooperation: "Auch wir sehen
eine klassische Win-win-Situation. Die Studenten haben die Möglichkeit, in echten Unternehmen an
realen Fragestellungen zu arbeiten und hier wichtige Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft zu
machen. Wir als aufstrebendes Modeunternehmen bekommen im Gegenzug innovative Lösungen für
den wichtigen Wachstumsmarkt E-Commerce."
Das Digital Retail Lab ist bereits eingerichtet und hat seine Arbeit aufgenommen.








Kurzinfo: Digital Retail Lab
Das Digital Retail Lab ist eine gemeinsame Forschungsinitiative der Julius-Maximilians-Universität
Würzburg (JMU) mit innovativen Modeunternehmen aus der Region Mainfranken. In enger
Zusammenarbeit mit den Partnern entwickelt das Digital Retail Lab IT-basierte Lösungen: von der
Strategie bis zum Demonstrator für E-Commerce, Innovationen im Filialgeschäft und der Omni-
Channel-Integration.

Nachricht vom 27.7.17 12:18

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