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Blick auf die Insel

Gerold Sedlmayr ist seit di .

Gerold Sedlmayr ist seit diesem Sommersemester Professor für British Cultural Studies an der Uni-versität Würzburg. Texte jeglicher Art sind zentraler Bestandteil seiner Arbeit – und gerne auch mal eine gehörige Portion Wahnsinn. Was ein Kulturwissenschaftler mit Wahnsinn zu tun hat? Im Fall von Gerold Sedlmayr ziemlich viel sogar. Sedlmayr hat sich nämlich am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur der Universität Pas-sau mit einer Arbeit über die Bedeutung des Wahnsinns in den Bereichen Medizin, Politik und Litera-tur im Großbritannien des Zeitraums von 1790 bis 1815 habilitiert. Der Beschäftigung mit dem Wahnsinn verdankt er somit die Lehrberechtigung für die Fächer Englische Literaturwissenschaft und Englische Kulturwissenschaft.
„Ich habe untersucht, wie der Wahnsinn in verschiedenen Texten dieser Zeit thematisiert wurde“, sagt Sedlmayr. Was hat die Medizin an neuesten Erkenntnissen über den Wahnsinn geschrieben? Wie haben Schriftsteller diese Erkenntnisse in ihren Werken aufgegriffen? Welche Rolle spielte das Thema in der Politik dieser Zeit? Solche – und natürlich viele weitere Fragen darüber hinaus – hat der Kulturwissenschaftler untersucht.
Wer sich für das Thema interessiert: Im kommenden Wintersemester bietet Sedlmayr ein Hauptse-minar an: „Madness in Britain 1500 – 1900“. Dort können die Teilnehmer unter anderem der Frage nachgehen, die beispielsweise den Mediziner George Cheyne im 18. Jahrhundert beschäftigt hat: „Warum gibt es so viele Wahnsinnige und Nervenkranke auf der Insel?“. Eine mögliche Erklärung könnte das bekannt schlechte Klima liefern. Eine andere schien dem Fragesteller damals plausibler: „Er interpretierte Wahnsinn als Zeichen einer besonders hohen Zivilisationsstufe“, sagt Sedlmayr. Die hatte das britische Imperium mit seinen über die ganze Erde verteilten Kolonien zweifelsohne er-reicht. Gut möglich, so überlegte Cheyne, dass die Importe aus fremden Ländern, die exotischen Kräuter, Gewürze und Früchte, ihren Teil dazu beitrugen, Körper und Geist der stolzen Inselbewoh-ner aus der Bahn zu werfen.
Ein Faible für irische Dichter
Natürlich beschäftigt sich Gerold Sedlmayr nicht ausschließlich mit Wahnsinn. Irische Dichter haben es ihm beispielsweise ebenfalls angetan. „Die Iren haben tolle Literaten hervorgebracht“, schwärmt er. Einer davon ist Brendan Kennelly. Der heute 75-Jährige ist in seiner Heimat äußerst bekannt; jen-seits der Grenzen sieht das ganz anders aus. „Leider“, wie Sedlmayr findet. Er hat sich in seiner Dok-torarbeit mit Kennellys Werk auseinandergesetzt und später zusammen mit der Übersetzerin Dörte Eliass eine Reihe von Kennellys Gedichten auf Deutsch herausgegeben.
In die Wissenschaft gelangte Gerold Sedlmayr nach seinem Englisch- und Geschichtsstudium für das Lehramt am Gymnasium an der Universität Passau. Eigentlich hatte er während seiner Promotion nicht mit einer akademischen Laufbahn gerechnet, bis er zufälligerweise zur rechten Zeit am rechten Ort war – und plötzlich eine Stelle am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur angeboten bekam. Ein glücklicher Zufall? „Uni ist doch häufig ein ‚Betrieb der Glücksfälle‘“, findet er.
Das Geschichtsstudium hilft ihm auch heute noch: „In den Kulturwissenschaften muss man den histo-rischen Kontext immer mit einbeziehen“, sagt er. So in seiner Vorlesung, die er im kommenden Win-tersemester halten wird, und die sich mit dem Viktorianischen Zeitalter beschäftigt. Einen „histori-schen Überblick“ will Sedlmayr dabei bieten; politische Ereignisse spielen ebenso eine Rolle wie Fort-schritte in der Medizin oder die Entwicklung der Frauenrolle. So auch in seinem Proseminar „The Invention of Childhood, 1700 – 1900“. Auch dort werde intensiv mit historischen Dokumenten gear-beitet.
Zur Person
Gerold Sedlmayr wurde 1973 in Passau geboren. Dort absolvierte er von 1993 bis 2000 das Lehramts-studium in den Fächern Englisch und Geschichte. Nach einem vom DAAD geförderten akademischen Jahr am Trinity College Dublin promovierte er 2004 über das Werk des irischen Gegenwartslyrikers Brendan Kennelly. 2010 habilitierte er sich.
2004 verbrachte er einige Zeit als Visiting Professor an der University of Western Michigan in Kala-mazoo, USA, sowie 2007 als Visiting Research Fellow am Institute for Advanced Studies in the Huma-nities an der University of Edinburgh in Schottland. Neben der Irlandistik und der Romantikforschung liegen seine Forschungsinteressen vor allem in den Bereichen Literatur- und Kulturtheorie sowie Me-dia Studies – insbesondere im Hinblick auf britische Filme und Fernsehserien.








Nachricht vom 14.9.11 00:18

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