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Wie Entscheidungen zustande kommen

Richard E. Nisbett ist der diesjährige Träger des Oswald-Külpe-Preises, den das Institut für Psychologie der Universität Würzburg für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Erforschung höherer geistiger Prozesse mit experimentellen Methoden alle zwei Jahre vergibt. Nisbett erhielt die Auszeichnung insbesondere für seine Forschungsarbeiten über den Einfluss sozialer und kultureller Momente auf Denken und Entscheiden. “Welch Ehre! Ich freue mich sehr darüber, diese Auszeichnung zu erhalten – schließlich ist mir die Geschichte der ‚Würzburger Schule’ und ihre Bedeutung für die Entstehung der Kognitiven Psychologie gut bekannt“. Mit diesen Worten hat Richard E. Nisbett reagiert, als er die Nachricht erhielt, dass er in diesem Jahr den Oswald-Külpe-Preis erhalten sollte. Er nahm die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung, die durch eine Zustiftung zur Sparkassenstiftung der Stadt Würzburg ermöglicht wurde, am 2. November bei einer Feier im Toscanasaal der Würzburger Residenz aus den Händen des Uni-Vizepräsidenten Professor Wolfgang Schneider und des Vorstands des Instituts für Psychologie Professor Fritz Strack entgegen.
Oswald Külpe hatte 1896 das Würzburger Psychologische Institut gegründet und ist als Vater der „Würzburger Schule der Denkpsychologie“ in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen. Diese Forschungsrichtung wurde weltbekannt; ihre Vertreter waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten, die höhere geistige Prozesse wie das Denken, Wollen und Urteilen experimentell untersuchten.
Ihre Arbeitsmethoden stellen noch heute das Fundament dar, auf dem Wissenschaftler wie Richard Nisbett ihre Untersuchungen aufbauen.
Nisbett ist Professor für Sozialpsychologie an der University of Michigan in Ann Arbor. Im Laufe seiner langen Forschertätigkeit hat er sich immer wieder mit der Frage auseinandergesetzt, wie Menschen Entscheidungen treffen und welchen Einflüssen sie dabei unterliegen. „Damit war er ein idealer Kandidat für diesen Preis“, sagte Laudator Strack, geschäftsführender Vorstand des Instituts für Psychologie, in seiner Festrede. Nisbetts herausragende Leistungen auf diesem Gebiet hätten dazu geführt, dass sich das Preis-Komitee einstimmig für ihn ausgesprochen habe.
Mitte der 70er-Jahre habe Nisbett gemeinsam mit seinem Kollegen Lee Ross ein Forschungsgebiet in Angriff genommen, das sich schnell „zu einem der einflussreichsten Forschungsprogramme in unserem Gebiet“ entwickelt habe, so Strack. Ihre Ergebnisse über Strategien und Fehler menschlicher Entscheidungen publizierten Nisbett und Ross 1980. Dabei konnten sie nachweisen, dass für fehlerhafte Entscheidungen eine ganze Reihe unterschiedlicher Gründe verantwortlich sein können, „Gründe, die nicht aus einer speziellen Motivation resultieren sondern die Folge kognitiver Prozesse sind, die menschlichen Entscheidungen zu Grunde liegen“, so Strack.
„Mehr sagen als wissen: Mündliche Berichte über geistige Prozesse“ lautete der provokative Titel einer weiteren Publikation, die Nisbett 1977 veröffentlichte. Darin zeigte der Psychologe, dass Menschen zwar glauben, sie könnten ihre Entscheidungen und ihr Verhalten erklären; tatsächlich kennen sie die eigentlichen Gründe jedoch nicht. Oder anders herum: „Menschliches Verhalten wird von Faktoren beeinflusst, die außerhalb der bewussten Wahrnehmung liegen“, wie Strack sagte.
Einen dieser Faktoren hat Nisbett in den vergangenen Jahren intensiver erforscht: den Einfluss der jeweiligen Kultur, in der Menschen aufwachsen. 2003 hat er dazu das Buch „The Geography of Thought: How Asians and Westerners Think Differently...And Why” veröffentlicht. „Seine Arbeiten auf diesem Gebiet haben ‚Kulturpsychologie’ als eine experimentelle Disziplin wiederbelebt“, sagte Strack. Insgesamt habe Nisbett sehr viel dazu beigetragen, dass die experimentelle Untersuchung höherer geistiger Prozesse weiterhin eine bedeutende Rolle innerhalb der Psychologie spiele – und sei damit ein würdiger Preisträger für den Oswald-Külpe-Preis.
Wolfgang Schneider, Richard E. Nisbett und Fritz Strack vor einem Poster, auf dem Oswald Külpe zu sehen ist.
Wolfgang Schneider, Richard E. Nisbett und Fritz Strack vor einem Poster, auf dem Oswald Külpe zu sehen ist. (Foto Gunnar Bartsch)

Quelle: Universität Würzburg








Nachricht vom 6.11.07 16:50

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