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Millionen für die Infektionsbiologie

Für junge Spitzenforscher aus dem Ausland ist die Univer-sität Würzburg sehr attraktiv: Gleich zwei von bayernweit vier neuen Nachwuchsgrup-pen für Biosystemforschung sollen in der Würzburger Infektionsbiologie angesiedelt werden. Der Freistaat fördert jede Gruppe mit 1,5 Millionen Euro.´Biosystemforschung * dahinter verbirgt sich unter anderem der Ansatz, zur Beschreibung von Krankheitserregern und anderen Organismen mehrere Methoden miteinander zu kombinieren. *Für bestimmte Forschungsfragen untersucht man zum Beispiel das Erbgut und alle Proteine eines Bakteriums und gleicht die dabei anfallenden Datensätze miteinander ab*, erklärt Professor Jörg Vogel, Leiter des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB) an der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg.

Zwei junge ausländische Biosystemforscher haben jetzt das Angebot bekommen, ihre Nachwuchsgruppen am IMIB aufzubauen:
die Portugiesin Ana Eulalio und der Tscheche Martin Jinek. Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat zugesagt, jede Gruppe fünf Jahre lang mit 1,5 Millionen Euro zu fördern.

Ana Eulalio (34) hat das Angebot bereits angenommen. Nach einigen Jahren an Max-Planck-Instituten in Tübingen und Berlin ist sie zurzeit als Postdoc am International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology in Triest (Italien) tätig. Ihre Nachwuchsgruppe an der Uni Würzburg wird sie ab 1. April aufbauen und hier die Rolle von RNA-Molekülen bei bakteriellen Infektionen erforschen.

Neues Forschungsnetzwerk für Bayern

Durch die Nachwuchsgruppen in Würzburg und zwei weitere solche Gruppen in München sei der Grundstein für das neue Bayerische Forschungsnetzwerk für Molekulare Biosysteme (BioSysNet) gelegt, so das Ministerium in einer Pressemitteilung. Ausgewählt wurden die jungen Wissenschaftler in einem Wettbewerbsverfahren durch ein international besetztes Gutachtergremium.

Das Forschungsnetzwerk BioSysNet zielt darauf ab, in Bayern die Kompetenzen auf dem innovativen Gebiet der Biosystemforschung zu bündeln. In dem Programm wird schwerpunktmäßig die Regulation des Genoms erforscht. Zusätzlich zu den vier Nachwuchsgruppen sollen in den kommenden Wochen bis zu 20 bestehende Forschungsgruppen an bayerischen Hochschulen für eine Förderung ausgewählt werden.








Nachricht vom 10.1.12 01:31

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