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Sauerland Event verpflichtet Ex-Weltmeister Lamon Brewster

Erster Kampf am 14. März in Kiel Spektakulärer Neuzugang im Max-Schmeling-Gym: Das Sauerland-Team hat Ex-Schwergewichts-Weltmeister Lamon Brewster unter Vertrag genommen. Der 35-Jährige wird schon am 14. März in Kiel in den Ring steigen. Dort bekommt es der Amerikaner, der 30 seiner 34 Siege durch K.o. eingefahren hat, mit Ex-EU-Champion Michael Sprott zu tun. „Wir freuen uns, einen der größten Namen des Schwergewichts für das Sauerland-Team gewonnen zu haben“, so Chris Meyer, Geschäftsführer von Sauerland Event. „Lamon Brewster hat mit den Größten im Ring gestanden und auch schon in Deutschland spektakuläre Kämpfe geliefert. Neben King Arthur können sich die Fans in Kiel auf einen weiteren K.o.-König freuen.“

Auf einen Schlag bekannt wurde Brewster, als er im April 2004 in Las Vegas Wladimir Klitschko durch technischen K.o. in der fünften Runde besiegte. Dreimal konnte er seinen WBO-Gürtel verteidigen, unter anderem auch in Deutschland gegen Luan Krasniqi. In einem spektakulären Kampf im September 2005 schickte Brewster seinen Gegner in der neunten Runde ins Reich der Träume. Im April 2006 verlor er seinen Titel an Sergei Liakhovich, ehe Wladimir Klitschko im Juli 2007 das Rematch in Köln für sich entscheiden konnte. Insgesamt stehen 34 Siege (30 K.o.´s) und vier Niederlagen für den Ex-Champion zu Buche.

Seinen ersten offiziellen Auftritt für das Sauerland-Team wird Brewster am kommenden Dienstag haben. Dann findet im CITTI-Park Kiel das Pressetraining statt (16 Uhr).

Tickets für die Boxgala am 14. März in der Sparkassen-Arena-Kiel sind bei Ticketcorner.com, www.boxen.com und über die Ticket-Hotline 01805/10 14 14 (€ 0,14 / min) erhältlich.
Lamon Brewster

Über Lamon Brewster
1991 zog er als Achtzehnjähriger nach Los Angeles, um sich einen Namen zu machen. 1992 und 1993 gewann er das Golden Gloves-Amateurturnier von Kalifornien und konnte sich 1995 bei der nationalen Meisterschaft durchsetzen. Im selben Jahr wurde er Zweiter bei den Panamerikanischen Spielen, dabei unterlag er im Finale Félix Savón. Nachdem er im Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 1996 scheiterte, wurde er Profi.



Profikarriere
Im November 1996 begann er seine Profikarriere beim Promoter Bob Arum mit einem KO-Sieg in der ersten Runde. Er zeigte gute Schlagkraft und Nehmerfähigkeiten, doch mangelte es ihm an Beweglichkeit und an der Fähigkeit, die in der Regel größeren Gegner unter Druck zu setzen, ihnen den Weg abzuschneiden und sie zum Abtausch zu zwingen.



Die überraschende Niederlage gegen Clifford Etienne im Mai 2000, von vielen als Kampf des Jahres betrachtet, wurde zunächst mit der guten Leistung Etiennes und einer Verletzung erklärt. Brewster waren die Bänder im Knie gerissen, er setzte den Kampf aber noch einige Zeit fort. Ein halbes Jahr später folgte bereits seine zweite Niederlage gegen Charles Shufford. Dieser bekam daraufhin einen Titelkampf gegen Wladimir Klitschko; Shufford verlor jede Runde klar und ging in der sechsten Runde KO.



Gewinn des WBO-Titels
Trotz dieser Rückschritte fand sich für Brewster eine Lösung, doch noch an große Kämpfe zu kommen. Er wechselte den Promoter und unterschrieb bei Don King. Schnell wurde er von der WBO als einer der Herausforderer um den vakanten Schwergewichtstitel des Verbandes benannt, den Corrie Sanders nach seinem Sieg über Wladimir Klitschko niedergelegt hatte, damit er gegen Vitali Klitschko um den WBC-Titel boxen konnte.



Am 10. April 2004 gewann Brewster durch einen technischen KO in der fünften Runde gegen Wladimir Klitschko überraschend den vakanten WBO-Weltmeistertitel. Klitschko dominierte den Kampf zu Beginn deutlich, und es gelang ihm in der vierten Runde der bisher einzige Niederschlag in Brewsters Karriere. Dann musste Klitschko jedoch seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Begünstigt durch den abrupt einsetzenden Konditionseinbruch Klitschkos gelangen Brewster mehrere schwere Wirkungstreffer, die zunächst zu einem Anzählen im Stehen und schließlich zum Kampfabbruch führten. Der Sieg wurde zunächst kaum honoriert, da er auf die schlechten Nehmerfähigkeiten Klitschkos zurückgeführt und zudem Manipulationsgerüchte verbreitet wurden.



Verteidigungen
Nach einem knappen und wenig überzeugenden Punktsieg gegen Kali Meehan boxte er am 21. Mai 2005 in seiner zweiten Verteidigung gegen den Veteranen Andrzej Gołota. Gołota galt als guter Nehmer und war ein angesehener Boxer, der 2004 in zwei Weltmeisterschaftskämpfen um den IBF-Titel gegen Chris Byrd und den WBA-Titel gegen John Ruiz nach Ansicht vieler Experten zu Unrecht nicht zum Sieger erklärt worden war. Brewster konnte im Kampf gegen Gołota wieder Reputation gewinnen, indem er seinen Gegner überraschend in nur 53 Sekunden KO schlug.



Am 28. September 2005 kämpfte er gegen den deutsch-albanischen Herausforderer Luan Krasniqi, der mit einem überzeugenden KO-Sieg in der sechsten Runde über Lance Whitaker bei einem Ausscheidungskampf der WBO zum Pflichtherausforderer aufgestiegen war. Nachdem er bis zur siebten Runde bei allen drei Punktrichtern zurücklag, gelang ihm in der achten Runde ein schwerer Niederschlag. Krasniqi war in den vorgeschriebenen zehn Sekunden nicht wieder kampfbereit, wurde allerdings durch das verzögerte Anzählen des Ringrichters im Kampf gehalten. In der neunten Runde gelang Brewster erneut ein Niederschlag; Krasniqi gab den Kampf schließlich auf. Das Ringrichtergebaren sorgte für Irritationen. Brewsters Management unterstellte später Bestechung und kündigte an, nicht mehr in Deutschland kämpfen zu wollen, was aber, wie einige meinen, kaum ernst zu nehmen sei, da viele der an Don King gebundenen Boxer durch zweifelhafte Entscheidungen zu Weltmeistern wurden oder blieben.



Verlust des WBO-Titels
Im März 2006 wurde der Vertrag mit Herausforderer Sjarhej Ljachowitsch aus Weißrussland (Bilanz 22-1) für eine freiwillige Titelverteidigung unterschrieben. Der Kampf fand am 1. April 2006 statt. Vor dem Kampf war Brewster von Trainer Jesse Reid, der ihn für zwei Kämpfe betreut hatte, zu dem sehr renommierten Buddy McGirt gewechselt und hatte sich von seinem langjährigen Manager Sam Simon, dem Produzenten der Fernsehserie Die Simpsons, getrennt.



Ljachowitsch begann den Kampf sehr diszipliniert und hielt Brewster geschickt auf Distanz. In der sechsten Runde geriet der Weltmeister dann in ernsthafte Probleme; wie schon im Kampf gegen Klitschko hielt er den Versuchen, ihn auszuknocken, aber stand und traf Ljachowitsch dann seinerseits, der angeschlagen in die Rundenpause ging. In der nächsten Runde gelang Brewster ein Niederschlag; Ljachowitsch ging nach eigener Aussage absichtlich zu Boden, um sich so kurzfristig dem Schlagabtausch entziehen und nach einigen wirkungsvollen Treffern erholen zu können. Anschließend gewann er die Kontrolle über den Kampf zurück. Am Ende wurde Ljachowitsch einstimmig ein deutlicher Punktsieg zugesprochen.



Einige Tage später wurde Brewster wegen einer während des Kampfes erlittenen Netzhautablösung operiert. Brewster stand seit Ende 2006 nicht mehr bei Don King unter Vertrag, was den Weg für einen zweiten Kampf gegen Wladimir Klitschko erleichterte.



Am 7. Juli 2007 kehrte Brewster dann nach 15-monatiger Inaktivität in den Ring zurück und trat in Köln zum Rückkampf gegen Klitschko um den IBF-Weltmeistergürtel an. Bei der Revanche vor 19.500 Zuschauern in der Kölnarena dominierte Klitschko wie schon in der ersten Begegnung von der ersten Runde an. Auch ein schon in der ersten Runde erlittener leichter Haarriss in der linken Führhand konnte Klitschko nicht stoppen. Nach einseitigen sechs Runden, in denen Klitschko 199 und Brewster 77 Treffer landen konnte, gab Brewsters Trainer McGirt den Kampf vorzeitig auf. Klitschko gewann den Kampf hauptsächlich durch den häufigen und konsequenten Einsatz der Führhand.



Nach dieser zweiten Niederlage in Folge bleib Brewster erneut für mehr als ein Jahr inaktiv, bevpr er sich im August 2008 mit einen KO-Sieg gegen den Aufbaugegner Danny Batchelder zurückmeldete, diese war sein erster Sieg seit drei Jahren. Ein für den November 2008 geplanter Kampf gegen den Ex-WBA-Weltmeister Bruce Seldon musste wegen einer Grippeerkrankung Brewsters abgesagt werden.


Quelle Wikipedia
Foto: Heiko Becker www.unser-wuerzburg.de

Nachricht vom 6.3.09 16:30

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