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Blindenfußball-Bundesliga gastiert am 10. und 11. April 2010 erstmals in Würzburg

Das Blindenfußball-Team des BFW Wür .

Zwei Fußballverrückte mit Leib und Seele Fußball spielen und blind sein – passt das zusammen? „Ja, das passt!“, behaupten Marcel Heim und Jens Pleier. Die Beiden müssen es wissen. Schließlich spielen die blinden Kicker des Berufsförderungswerks (BFW) Würzburg seit über zwei Jahren in der Blindenfußball-Bundesliga. Schirmherr der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) ist Uwe Seeler, der Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Am Samstag 10. und Sonntag 11. April gastieren die bundesweit 9 Teams der Blindenfußball-Bundesliga erstmals in Würzburg.

Organisiert vom Vital-Sportverein (VSV) Würzburg findet auf dem Sportgelände der Uni-versität am Hubland der zweite Spieltag der DBFL-Saison statt. Die Mannschaft des BFW Würzburg, einem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, bekommt es am Samstag mit dem Team aus Berlin und am Sonntag mit dem Deutschen Meister aus Stuttgart zu tun. Kick-Off für die jeweils zwei Mal 25 Minuten langen Begegnungen ist am Samstag ab 10:00 Uhr. Marcel Heim und Jens Pleier absolvieren im BFW Würzburg gerade eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. Den sportlichen Ausgleich finden sie nach Kurs-ende im Blindenfußball.

Blindenfußball wird in Deutschland seit gut drei Jahren gespielt. Auf einem 20 mal 40 Meter großen Feld sind je vier blinde Feldspieler und je ein sehender Torwart unterwegs. Den Ball orten Sie über das Gehör. Was ist das Faszinierende an diesem Sport?

Jens Pleier: Viele glauben, wir bewegen uns beim Blindenfußball ängstlich und im Schritt-tempo über den Platz. Das Gegenteil ist der Fall: Es geht rasant und körperbetont zur Sache! Für mich ist das Geniale an diesem Sport, dass er unheimlich schnell und dynamisch ist.
Marcel Heim: Super ist auch, dass Blindenfußball ein klassischer Mannschaftssport ist. Ohne Teamgeist geht da nichts! Mir ist auch wichtig, dass man sich - anders als bei vielen anderen Sportarten für Blinde – total frei bewegen kann. Viele von uns waren früher sehend und ha-ben Fußball gespielt. Blindenfußball gibt uns dieses tolle Gefühl zurück, wieder richtig Kicken zu können!
Wie lange dauert es, bis man Blindenfußball auf Bundesliga-Niveau drauf hat?

JP: Das ist bei jedem Spieler unterschiedlich. Am Anfang ist das irre schwer. Wir orientieren uns ja nur nach dem Gehör. Das Dribbeln mit einem Ball, den man nicht sieht, ist zusätzlich eine Herausforderung.
MH: Viel hängt auch davon ab, wie schnell man sich traut, mit der Schwarzbrille über den Augen ins „Nichts“ zu rennen. Das erfordert richtig Mut. Von Vorteil ist es außerdem, wenn man früher schon mal als Sehender gegen den Ball getreten hat und ein bisschen Ballgefühl hat.
Das Bundesliga-Team des BFW Würzburg hat die ersten beiden Spiele der Saison deutlich verloren. Sind Sie arg frustriert?

JP: Nein, wir haben durch diese Spiele viel an Erfahrung gewonnen. Zu den Begegnungen des ersten Spieltags sind wir mit einer jungen Mannschaft und ohne Ersatzspieler an-getreten. Insofern haben wir uns gegen zwei der Meisterschaftsfavoriten sehr gut ge-schlagen.
MH: Naja, das 0:10 gegen Marburg war schon sehr deutlich. Wir standen anfangs nicht sehr gut in der Abwehr. Nach den Gegentoren wollten wir mehr in die Offensive und wurden aus-gekontert. Für uns spricht, dass wir am nächsten Tag die Ärmel hochgekrempelt haben. Beim 0:3 gegen Dortmund lief es viel besser und wir waren nah dran, unser erstes Saisontor zu erzielen...
Sie sind die beiden einzigen bundesligaerfahrenen Spieler des BFW-Teams.
Welche Erfahrungen können Sie Ihren Mitspielern mitgeben?

JP: Rechtzeitig „voy“ zu rufen. Das ist ganz wichtig. Sobald man auf den Ballführenden zu-läuft, muss man sich mit „Voy“, also dem spanischen Begriff für „ich komme“, bemerkbar machen. Ruft man das nicht, gibt es ein Foul und der Ball landet beim Gegner.
MH: Mir liegt viel daran, unsere Mannschaft mental aufzubauen. Beim ersten Spieltag muss-ten wir ohne Ersatzspieler antreten und alle durchspielen. Das ging an die Substanz. Auch in Würzburg wird es verletzungsbedingt noch mal eng. An den beiden weiteren Spieltagen soll-ten aber wieder alle fit sein. Dann schießen wir auch Tore...
Am 10. und 11. April 2010 findet mit neun Begegnungen erstmals ein kompletter Bundesliga-Spieltag auf bayerischem Boden statt. Was macht Sie optimistisch, in Würzburg vor heimi-schem Publikum zu punkten?
MH: Zunächst hoffen wir, dass viele interessierte Zuschauer kommen und uns unterstützen. Wenn wir durch den Heimvorteil einen kleinen „Kick“ bekommen, sind die ersten Punkte drin.
JP: Wir haben aus den Erfahrungen des letzten Spieltages gelernt und werden am Hubland die ersten Punkte einfahren! Mit dem Naturtalent Sebastian Schäfer haben wir zudem eine echte Geheimwaffe in unseren Reihen.

Am Samstag um 12:00 Uhr spielt Ihr Team vom BFW Würzburg auf dem Gelände des Uni-Sportzentrums am Würzburger Hubland gegen Berlin, am Sonntag um 14:00 Uhr geht es gegen den Deutschen Meister aus Stuttgart. Wir gehen die Spiele aus?
MH: Das Spiel gegen Berlin ist für mich eines der schönsten Spiele überhaupt. Schließlich hatten wir zwei Jahre lang eine Spielgemeinschaft mit Berlin und und zusammen mit ihnen jedes Spiel absolviert. Wir kennen die Spieler gut, auch ihre Stärken und Schwächen sind bekannt. Wenn wir so spielen wie gegen Dortmund ist ein Unentschieden oder vielleicht so-gar ein Sieg drin. Gegen Stuttgart wird es ganz schwer. Als amtierender Deutscher Meister sind sie klarer Favorit. Trotzdem wollen wir es ihnen nicht zu leicht machen.
JP: Auf das Spiel gegen unsere ehemaligen Mitspieler aus Berlin freue ich mich auch riesig. Mein Tipp: Wir gewinnen 2:1. Auch gegen Stuttgart haben wir nichts zu verlieren. Es geht bei null zu null los.

Daten & Fakten
Blindenfußball funktioniert eigentlich ganz einfach. Gespielt wird auf einem 40 mal 20 Meter großen Spielfeld, die Längsseiten sind mit Banden versehen. Es gibt Handballtore, pro Team tritt man mit vier blinden Feldspielern und einem sehenden Torwart an. Um Chancengleich-heit zu gewährleisten, tragen alle Feldspieler Augenpflaster und Schwarzbrillen und sehen somit einheitlich nichts. Der Spielball ist innen mit Schellen versehen, die Spieler orten ihn ausschließlich durch ihr Gehör. Die Spielzeit beträgt zwei Mal 25 Minuten. Guides an der Spielfeldumrandung geben den Spielern mit Zurufen zusätzlich Orientierungshilfe.

Die Blindenfußballer des BFW Würzburg
Mit den bundesligaerfahrenen Spielern Marcel Heim und Jens Pleier sowie jungen Talenten wie Sebastian Schäfer hofft man seitens der Würzburger, am Saisonende zu den besten sechs Teams der Liga zu zählen. Trainiert wird das Team des BFW Würzburg von Martina Junker und Ansgar Lipecki. Das Trainergespann wird am 10. und 11. April voraussichtlich auf die verletzten Spieler Cengiz Koparan und Abderahim Bouzaidi verzichten müssen. Den ver-korksten Saisonstart hat man abgehakt. „Die Mannschaften, die wir schlagen können, kom-men noch“, betonen die beiden Sportlehrer.

Der zweite Spieltag im Überblick

Samstag, 10. April 2010
10.00 Uhr Chemnitzer FC - ISC Viktoria Dortmund
12.00 Uhr BFW Würzburg - LFC Berlin
14.00 Uhr FC St. Pauli - SG Saar 05/Eintracht Braunschweig
16.00 Uhr MTV Stuttgart - Chemnitzer FC
18.00 Uhr VfB 09/13 Gelsenkirchen - SSG Blista Marburg

Sonntag, 11. April 2010
09.00 Uhr ISC Viktoria Dortmund - SG Saar 05/Eintracht Braunschweig
10.30 Uhr FC St. Pauli - SSG Blista Marburg
12.30 Uhr VfB 09/13 Gelsenkirchen - LFC Berlin
14.00 Uhr BFW Würzburg - MTV Stuttgart

Online-Tipp
Alle Informationen rund um die Blindenfußball-Bundesliga, die Spielergebnisse und die teil-nehmenden Teams gibt es im Internet unter www.blindenfussball-online.de

Nachricht vom 30.3.10 01:54

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