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Gute Leistung wird nicht belohnt

Es bleibt spannend im Kampf um Platz 16 der Beko BBL: Einen Tag nach dem Sieg von Konkurrent WALTER Tigers Tübingen gegen die Artland Dragons lieferten die s.Oliver Baskets dem Vizemeister aus Oldenburg eine starke Partie, wurden am Ende für die gute Leistung aber nicht belohnt. Ausgerechnet der Ex-Würzburger Chris Kramer war mit 26 Punkten der entscheidende Faktor beim 83:75-Sieg der „Donnervögel“ vor gut 4.600 Zuschauern in der großen EWE-Arena. Für die s.Oliver Baskets traf Dominic Waters mit 21 Punkten am besten.

Als Distanzschütze hatte sich der Würzburger Spielmacher in seinen bisherigen zehn Spielen für die Würzburger nicht hervor getan – sein Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie am Sonntag zum Ende der ersten Halbzeit war erst sein zweiter erfolgreicher Dreier überhaupt. Waters traf ihn zur Halbzeitführung von 35:33 für sein Team – am Ende zu wenig, um den Vizemeister in Schwierigkeiten zu bringen.

Dabei wäre grade in der ersten Halbzeit deutlich mehr drin gewesen – wenn die Gäste im Rebound besser gearbeitet hätten. 12 Offensivrebounds vor der Pause erlaubten den Gastgebern aber trotz ihrer schlechten Trefferquote, das Spiel offen zu gestalten.

„Man hat gemerkt, dass uns Maximilian Kleber heute in vielen Bereichen gefehlt hat“, sagte s.Oliver Baskets Headcoach Stefan Koch nach dem Spiel. Der 22-jährige Power Forward hatte sich im Training an der Bauchmuskulatur verletzt.

Anfang der Woche wird er noch einmal untersucht, um das genaue Ausmaß der Verletzung festzustellen. Um im Kampf um den Klassenerhalt nicht nur mit neun Spielern antreten zu müssen – Sebastian Betz fällt bekanntlich nach einer Knie-OP bis zum Ende der Saison aus – verzichtete Max Ugrai auf seinen Einsatz im NBBL-Viertelfinale und stieß am Sonntag zum Team.

Auch nach dem Seitenwechsel lieferten die Würzburger dem Vizemeister lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Nach einem Dreier von Marcellus Sommerville war der Ausgang der Partie in der 29. Minute beim Spielstand von 51:51 noch völlig offen.

Was folgte, war ein spielentscheidender 11:0-Lauf der Oldenburger innerhalb von gut drei Minuten. Entscheidender Akteur war dabei Robin Smeulders, der die ersten sieben Punkte im vierten Viertel zum Spielstand von 62:51 erzielte. Zwar blieben die s.Oliver Baskets auch danach lange Zeit in Schlagdistanz, die Wende schafften sie aber nicht mehr.

Zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene kamen die Würzburger durch zwei Korbleger von Sommerville und Kapitän Chris McNaughton noch einmal auf 76:70 heran, die Hausherren ließen sich den Sieg und die endgültige Playoff-Qualifikation aber nicht mehr nehmen.

Für die s.Oliver Baskets geht es am Gründonnerstag um 19:00 Uhr weiter mit einem schweren Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC. Die Partie ist bereits ausverkauft. Rund 90 Tickets gibt es noch für das Frankenderby am 1. Mai um 15:00 Uhr in der s.Oliver Arena gegen medi bayreuth.

EWE Baskets Oldenburg – s.Oliver Baskets 83:75 (17:17, 16:18, 22:16, 28:24)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Dominic Waters 21 Punkte/1 Dreier (4 Assists), Marcellus Sommerville 13/1, Maurice Stuckey 10/2 (7 Rebounds), Ricky Harris 8/2, Jason Boone 8, Chris McNaughton 7, Jimmy McKinney 5/1, Ruben Spoden 3, John Little.

Oldenburg:
Kramer 26/2, Smeulders 14, Jenkins 11/2, Neumann 8, Paulding 6, Joyce 6 (7 Assists), Wysocki 5/1, Aleksandrov 3, Bahiense De Mello 2, Freese.

Stimmen zum Spiel
s.Oliver Baskets Headcoach Stefan Koch:
„Oldenburg hat verdient gewonnen und sich diesen Sieg heute wirklich erarbeitet. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, weil wir viel zu schlecht im Rebound gearbeitet haben. Oldenburg hat nur knapp 30 Prozent aus dem Feld getroffen, aber wir haben immer wieder zweite Chancen zugelassen und dem entsprechend auch nur mit zwei Punkten zur Pause geführt – da hätte der Vorsprung schon viel höher sein können. Wir haben beim Rebound einfach die nötige Physis und Reaktion zum Ball vermissen lassen. In der zweiten Hälfte hat sich das Reboundverhalten insgesamt gebessert, aber die wichtigen Rebounds haben wir uns trotzdem nicht sichern können. Das hat dafür gesorgt, dass wir am Ende der Partie nicht noch einmal entscheidend zurück kommen konnten. Maxi Kleber hat uns heute an vielen Stellen gefehlt.“

EWE Baskets Headcoach Sebastian Machowski:
„Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen cleveren und gut gecoachten Gegner. In der ersten Hälfte waren wir nicht konsequent genug im Abschluss und haben uns nicht wie sonst unsere freien Würfe erspielen können. Dazu kam eine Menge Pech im Abschluss. Nach der Pause waren wir viel präsenter und haben Turnover forciert. Über die gute Defense haben wir auch offensiv besser zu unserem Spiel gefunden und konnten das umsetzen, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten. Wir haben Würzburg in einer sehr physischen Partie geradezu zermürbt. Ein besonderes Lob muss ich heute Robin Smeulders aussprechen. Er hat viel Energie ins Spiel gebracht und gut unter den Körben gearbeitet. Auch Chris Kramer hat offensiv und defensiv ein hervorragendes Spiel gemacht.“

Nachricht vom 14.4.14 16:45

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