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Die zweite Aufholjagd wird nicht belohnt

Spitzenreiter s.Oliver Baskets muss am 8. Spieltag der ProA bei den MLP Academics Heidelberg mit 77:86 die erste Niederlage der Saison einstecken. 45 Stunden nach dem Sieg im Spitzenspiel bei den ETB Wohnbau Baskets Essen hat der Tabellenführer der ProA die erste Niederlage der Saison hinnehmen müssen: Bei den MLP Academics Heidelberg unterlagen die s.Oliver Baskets am Sonntag mit 77:86 (41:40).

Beste Punktesammler auf Würzburger Seite waren Samme Givens mit einem „Double-Double“ (20 Punkte / 10 Rebounds), Carlos Medlock (19 Punkte / 4 Dreier) und Jason Dourisseau (14 Punkte). Top-Scorer der Partie war Heidelbergs Waverly Austin, der mit 21 Punkten und 11 Rebounds ebenfalls in zwei Kategorien zweistellige Werte ablieferte.

Für s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley war es die erste Niederlage nach sagenhaften 57 Zweitliga-Siegen in Folge. Dass die Siegesserie des Spitzenreiters am 8. Spieltag möglicherweise zu Ende gehen könnte, deutete sich bereits im ersten Viertel an: Die Academics gingen mit Selbstvertrauen und Biss in das Spiel gegen die Würzburger und lagen nach neun gespielten Minuten bereits mit 27:14 vorne. Ein Dreier von Baskets-Spielmacher Carlos Medlock leitete die erste Aufholjagd der Gäste ein, die sich im zweiten Viertel vor allem auf Samme Givens verlassen konnten: Er erzielte zwischen der 10. und 20. Minute elf seiner zwanzig Punkte, darunter den Korbleger zur 41:40-Führung des Tabellenführers beim Seitenwechsel.

Nach der Pause waren es aber überraschend wieder die Gastgeber, die das Kommando übernahmen. Nach 23 Minuten hatte die knappe Würzburger Führung noch Bestand (46:47), doch dann folgten fast neun Minuten ohne einen einzigen Punkt der Gäste. Auch in der Verteidigung war in dieser Phase die Intensität nicht hoch genug – das Resultat war ein 22:0-Lauf, mit dem die Academics beim Spielstand von 68:47 in der 31. Minute das Spiel entschieden hatten. „Respekt an Heidelberg. Sie haben mit mehr Herz und Leidenschaft gespielt als wir und verdient gewonnen“, sagte s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley.

Nach dem neunminütigen Durchhänger war der Rückstand des Tabellenführers zu groß, um die zweite Aufholjagd erfolgreich zu gestalten. Zwar kamen die s.Oliver Baskets bis zur Schlussminute noch einmal bis auf 81:75 heran, ernsthaft in Gefahr geriet der Heidelberger Sieg aber nicht mehr. Hauptproblem der Würzburger war die schwache Trefferquote aus dem Feld: 37 Prozent reichten nicht, um trotz starker 21 Offensiv-Rebounds das Spiel zu gewinnen. Ein kleiner Lichtblick: Ole Wendt erzielte bei seinem zweiten Einsatz nach langer Verletzungspause seine ersten beiden Punkte als Würzburger und steuerte in 9 Minuten Einsatzzeit außerdem 3 Assists und 3 Rebounds bei.

Trotz der Niederlage bleiben die s.Oliver Baskets Tabellenführer der ProA, hartnäckigste Verfolger sind nach wie vor die ETB Wohnbau Baskets Essen nach einem 76:69-Heimsieg gegen die Hamburg Towers. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr wollen die Würzburger im Heimspiel gegen die NINERS CHEMNITZ eine neue Siegesserie starten. Für die Partie gibt es noch Eintrittskarten aller Kategorien im Vorverkauf im Online-Ticketshop bei CTS Eventim und bei „baller's planet“ in der Karmelitenstraße.

s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley:
„Heidelberg hat den Sieg verdient, sie haben heute mit mehr Herz und Leidenschaft gespielt als wir. Ich bin etwas enttäuscht von meiner Mannschaft, wir haben heute keine gute Leistung gebracht. Die Heidelberger hatten eine sehr gute Anfangsphase. Im zweiten Viertel haben wir dann endlich den Korb attackiert und nicht nur passiv gespielt. Wir hatten heute viele Spieler, die nicht ihre normale Leistung gebracht haben, waren zur Halbzeit aber trotzdem knapp vorne. Dann ist Heidelberg aus der Pause gekommen und hat zwanzig Minuten lang das Spiel dominiert. Natürlich haben wir im Moment keine einfache Situation, ich bin aber kein Trainer, der Ausreden sucht. Wir haben mit derselben Mannschaft am Freitag in Essen gewonnen. Heute hat uns einfach die nötige Intensität gefehlt, um auch dieses Spiel zu gewinnen.“

MLP Academics Heidelberg – s.Oliver Baskets 86:77 (27:17; 13:24, 24:6, 22:30)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Samme Givens 20 Punkte (10 Rebounds), Carlos Medlock 19/4 Dreier, Jason Dourisseau 14, Sebastian Betz 7/2, Darren Fenn 7/1 (7 Rebounds), Max Ugrai 5, Christian Hoffmann 3/1, Ole Wendt 2.

Topscorer Heidelberg:
Austin 21 (11 Rebounds / 3 Blocks), Martin 17/1 (5 Blocks), Grimaldi 16 (8 Assists).

Nachricht vom 5.11.14 10:51

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