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Der Favorit sorgt früh für klare Verhältnisse

Kein guter Playoff-Auftakt für die s.Oliver Baskets: In Spiel 1 des Viertelfinales gegen den Tabellenführer mussten sich der Aufsteiger bei den Brose Baskets klar mit 54:95 (26:48) geschlagen geben. Vor 6.800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Brose Arena dominierten die Gastgeber von Beginn an und sorgten im Frankenderby früh für klare Verhältnisse. Spiel 2 der Serie findet am Donnerstag (12. Mai, 20 Uhr) in der s.Oliver Arena in Würzburg statt.

Die Gastgeber hatten sich offenbar vorgenommen, gleich zum Start der Serie ein deutliches Zeichen zu setzen: Zwölf Sekunden waren gespielt, da traf Patrick Heckmann einen Dreier zur Führung, die die Oberfranken im Anschluss nicht mehr abgeben sollten. Auch in der Folge verteidigten die Bamberger nicht nur intensiv und erfolgreich, sondern drückten auch im Angriff mächtig aufs Gaspedal. Janis Strelnieks zwang s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley bereits in der 5. Minute zur ersten Auszeit, indem er per Dreier zum 14:7 erhöhte.

Die Treffsicherheit von jenseits der 6,75-Meter-Linie sollte sich im weiteren Verlauf des Spiels zu einem wichtigen Faktor entwickeln: Während die Hausherren über die Hälfte ihrer Dreierversuche (13 von 25) in den Würzburger Korb warfen, gelang den Unterfranken von außen nur wenig (3 von 22 / 14 Prozent). Dazu kam, dass Würzburgs Top-Scorer Brendan Lane frühzeitig foulbelastet war und deshalb in weniger zehn Minuten Spielzeit keinerlei Akzente setzen konnte.

Gut herausgespielte und erfolgreiche Würfe aus dem Spiel heraus waren auf Seiten der Gäste gegen die Bamberger Verteidigung in der ersten Halbzeit Mangelware – bereits nach acht Minuten sorgte Lucca Staiger per Dreier für die erste zweistellige Brose-Führung (21:9). Das zweite Viertel eröffnete Seth Tuttle mit einem Korbleger zum 23:15, dann folgte eine Phase von sechs Minuten ohne einen einzigen Würzburger Punkt. Die Gastgeber legten einen 14:0-Lauf hin, der ihnen einen 37:15-Vorsprung brachte (17. Minute).

Erst in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel kamen die Gäste offensiv wieder besser ins Spiel, konnten den 22-Punkte-Rückstand aber nicht mehr verkleinern – beim Spielstand von 48:26 ging es in die Kabinen. An den klaren Verhältnissen sollte sich dann auch in den zweiten zwanzig Minuten nichts mehr ändern. Die Hausherren zogen ihr dominantes Spiel weiterhin humor- und kompromisslos durch und ließen nie einen Zweifel daran aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlassen würde.

Zwar konnten die Gäste Viertel Nummer drei phasenweise ausgeglichen gestalten, trotzdem war der Vorsprung der Oberfranken nach 30 Minuten auf 75:46 angewachsen. Zu Beginn des letzten Abschnitts leisteten sich die s.Oliver Baskets dann noch einmal eine sechsminütige Phase, in der im Angriff außer einem Dreier von Sebastian Betz nichts Zählbares herauskam – Bamberg erhöhte das Ergebnis bis zur 36. Minute auf 86:49 und konnte einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg feiern.

Spiel 2 der Serie im Modus „Best of Five“ (wer dreimal gewinnt, steht im Halbfinale) findet am Donnerstag in der Würzburger „Turnhölle“ statt. Sprungball ist um 20 Uhr, Telekom Basketball geht um 19:45 Uhr auf Sendung.

Stimmen zum Spiel
Max Ugrai, s.Oliver Baskets:
„Bamberg ist mit mehr Feuer rausgekommen als wir. Wir waren zwar gut vorbereitet, konnten mit ihrer Intensität am Anfang aber nicht mithalten. Gegen so einen Gegner ist es dann schwer, einen hohen Rückstand wieder aufzuholen. Das Spiel in Würzburg können wir hoffentlich spannender gestalten. Wir sind heimstark und haben tolle Fans, da wird es ganz anders aussehen als heute.“

Doug Spradley, Headcoach s.Oliver Baskets:
„Ich habe zu diesem Spiel nicht viel zu sagen. Wir haben von den vielen Dingen, die wir uns vorgenommen hatten, nur eins umgesetzt: Wir hatten nur elf Ballverluste. Das ist aber leider von unserer Seite heute der einzige positive Aspekt. Glückwunsch an Bamberg zum Sieg, wir sehen uns am Donnerstag.“

Andrea Trinchieri, Headcoach Brose Baskets:
„Wir waren gut auf dieses Spiel vorbereitet und haben heute eine sehr gute Verteidigung gespielt. Außerdem haben wir den Ball sehr gut bewegt und hatten 28 Assists bei 31 Feldkörben. Wie hoch wir gewonnen haben ist unwichtig. Wir haben den ersten Schritt in der Serie gemacht und werden uns jetzt auf ein schweres Auswärtsspiel am Donnerstag vorbereiten. Würzburg wird sicher in die Serie zurückkommen wollen.“

Brose Baskets – s.Oliver Baskets 95:54 (23:13, 25:13, 27:20, 20:8)
Für die s.Oliver Baskets spielten:
Devin Searcy 8 Punkte, Lamonte Ulmer 7 (6 Rebounds), Ruben Spoden 6/1 Dreier, Seth Tuttle 6, Joshiko Saibou 5, Sebastian Betz 5/1, Maurice Stuckey 4, Dru Joyce 4 (5 Assists), Cameron Long 4 (4 Assists), Max Ugrai 3/1, Brendan Lane 2, Constantin Ebert.

Top-Performer Bamberg:
Wanamaker 19/2 (7 Assists), Miller 16/4, Harris 14, Theis 9/1 (8 Rebounds), Melli 4 (6 Assists).

Key Stats:
Rebounds: Würzburg 28 (8 offensiv) / Bamberg 38 (6 offensiv)
Assists: Würzburg 15 / Bamberg 28
Dreierquote: Würzburg 3 von 22 (14 Prozent) / Bamberg 13 von 25 (52 Prozent)

Nachricht vom 10.5.16 13:11

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