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Starke Dreierquote bringt den Auswärtssieg im Rasta-Dome

Zurück in der Erfolgsspur: s.Oliver Würzburg hat das Auswärtsspiel bei Aufsteiger RASTA Vechta zum Auftakt des 9. Spieltags der easyCredit BBL am Ende souverän mit 88:76 (37:39) für sich entschieden. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit brachte ein starkes drittes Viertel die Wende in einer Partie, in der die Gäste aus Unterfranken starke 15 Dreier bei 30 Versuchen versenkten. Top-Scorer des Spiels waren auf Würzburger Seite Lamonte Ulmer (22 Punkte/5 Dreier) und Krešimir Lončar (20/3). Für Vechta traf Devin Searcy (21) gegen seinen Ex-Club am Besten.

Bei s.Oliver Würzburg rückte zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag Maurice Stuckey in die Startformation – Vladimir Mihailović hatte unter der Woche im Training einen Pferdekuss kassiert und war in dem mit 3.140 Zuschauern ausverkauften Rasta-Dome zum Zuschauen verurteilt.

Schon im ersten Viertel deutete sich an, wie die Partie verlaufen würden: Während die Hausherren mit Devin Searcy, Scott Machado und Christian Standhardinger immer wieder konsequent und erfolgreich den Weg zum Würzburger Korb suchten, hatten die Gäste einen wahrhaftigen Sahnetag von jenseits der 6,75-Meter-Linie erwischt: Max Ugrai traf den ersten von insgesamt 15 Würzburgern Dreiern – die meisten davon durch gute Ballbewegung und viele Extra-Pässe hervorragend herausgespielt – zum 2:5 in der 2. Minute.

Maurice Stuckey und Lamonte Ulmer ließen noch im ersten Viertel drei weitere Distanztreffer folgen, und auch Krešo Lončar war mit dem letzten Wurf des ersten Abschnitts von „Downtown“ erfolgreich – beim Stand von 16:22 ging es in die erste Viertelpause, aus der die RASTA-Truppe wie ausgewechselt kam: Die Niedersachsen gingen in der Verteidigung deutlich aggressiver ans Werk, brachten die Unterfranken aus dem Rhythmus und kamen immer wieder zu leichten Punkten aus dem Schnellangriff – Devin Searcy und Neuzugang Trevor Cooney ließen es dabei auch zweimal richtig krachen.

In den ersten viereinhalb Minuten von Abschnitt zwei legten die Spieler aus der Reiterstadt einen 14:0-Lauf hin und hatten die Partie damit gedreht – Doug Spradley nahm beim Stand von 30:22 in der 15. Minute eine dringend benötigte Auszeit. Der Würzburger Cheftrainer fand offenbar die richtigen Worte, denn es folgten die nächsten beiden Dreier durch Ulmer und Stuckey, die damit auf 30:28 verkürzen konnten. Mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung der Gastgeber (39:37) wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Bei der Pausenbesprechung gelang es Doug Spradley dann, die Strategie seines Teams erfolgreich nachzujustieren: „In der zweiten Halbzeit haben wir das durchgesetzt, was wir wollten. Wir haben nur noch acht oder zehn Punkte unter dem Korb zugelassen und den Ball selbst öfter nach innen gebracht und von innen nach außen viele gute Würfe produziert.“ Und die trafen seine Jungs auch weiter hochprozentig – fünf von sieben Würzburger Dreierversuchen landeten im dritten Viertel im Korb von RASTA Vechta.

Das Selbstvertrauen im Angriff führte zum vorentscheidenden 11:0-Lauf der Gäste – in dieser Phase waren es Jake Odum, Krešimir Lončar und James Southerland, die von der Dreierlinie einnetzten und das Spiel damit zu Gunsten von s.Oliver Würzburg drehen konnten.

Die erste zweistellige Führung – natürlich wieder durch einen Dreier – warf Charles Barton in der 29. Minute heraus (47:57), und der vierte und fünfte Drei-Punkte-Treffer von Topscorer Lamonte Ulmer vor und nach der letzten Viertelpause brachten das 52:65 (31. Minute) zu Beginn des Schlussabschnitts – die höchste Würzburger Führung im Spiel.

Die Gastgeber steckten trotzdem nicht auf und kämpften sich nach dem 13-Punkte-Rückstand mehrmals wieder heran – 3:30 Minuten vor dem Ende nahm Doug Spradley beim Stand von71:75 erneut eine Auszeit. Und sie zeigte wieder Wirkung: Brendan Lane und Jake Odum holten innerhalb von 90 Sekunden die zweistellige Führung zurück (71:81, 39. Minute). Krešo Lončar war es schließlich vorbehalten, den Sack zu Beginn der Schlussminute zuzumachen – sein Dreier zum 75:86 bedeutete die endgültige Entscheidung.

RASTA Vechta – s.Oliver Würzburg 76:88 (16:22, 23:15, 13:25, 24:26)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Lamonte Ulmer 22 Punkte/5 Dreier, Krešimir Lončar 20/3 (6 Assists), Maurice Stuckey 13/3, Jake Odum 12/1 (8 Rebounds / 7 Assists), Brendan Lane 9, Max Ugrai 6/1, James Southerland 3/1, Charles Barton 3/1, Felix Hoffmann.

Top-Perfomer Vechta:
Searcy 21 (6 Rebounds), Ehambe 16/4, Standhardinger 13, Machado 11/1 (11 Assists).

Key Stats:
Drei-Punkte-Würfe: Würzburg 15 von 30 (50 Prozent) – Vechta 6 von 15 (40 Prozent)
Rebounds zweite Halbzeit: Würzburg 17 – Vechta 8
Freiwürfe: Würzburg 15 von 20 (75 Prozent) – Vechta 10 von 11 (91 Prozent)

Stimmen zum Spiel
Doug Spradley, s.Oliver Würzburg:
„Ich glaube, es war für beide Teams ein wichtiges Spiel. Ich bin sehr froh, dass meine Spieler heute ein glückliches Händchen von draußen hatten. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft – das war das zweite Mal, dass wir ruhig geblieben sind, als der Gegner sich ins Spiel zurückgekämpft hat. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit das durchgesetzt, was wir wollten. Vor der Pause haben wir 28 Punkte am Korb kassiert, danach nur noch acht oder zehn. Wir haben auch selbst den Ball öfter zum Korb gebracht und von innen nach außen sehr gute Würfe produziert. Der Knoten scheint auch endlich geplatzt zu sein, wir treffen unsere Dreier wieder. Die Mannschaft hat sich gegenüber dem Gießen-Spiel definitiv gesteigert, was ich von ihr auch erwartet habe. Vielen Dank an unsere mitgereisten Fans.“

Andreas Wagner, RASTA Vechta:
„Wir haben eine vernünftige erste Halbzeit und eine katastrophale zweite Halbzeit gespielt. Wir haben nach der Pause aufgehört zu verteidigen und viel zu viel zugelassen – 88 Punkte zuhause zu kassieren geht nicht. Ich bin heute enttäuscht, denn auch mit unseren Problemen und den ganzen Ausfällen dürfen wir uns so nicht präsentieren. Wir haben in der zweiten Halbzeit auch den Ball schlecht bewegt, was wir in der ersten Halbzeit noch gut gemacht hatten. Wir müssen uns wesentlich steigern, sonst haben wir Probleme, in dieser Liga Spiele zu gewinnen.“

Nachricht vom 17.11.16 14:58

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