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Heimserie gegen die Eisbären fortgesetzt

s.Oliver Würzburg besiegt Bremerhaven am Karsamstag in der s.Oliver Arena mit 92:85 (46:37) – Brendan Lane, Lamonte Ulmer und Jake Odum erzielen zusammen 61 Punkte „Wir haben heute vieles richtig gemacht“, sagte Headcoach Dirk Bauermann nach dem Spiel: Am 31. Spieltag der easyCredit BBL hat s.Oliver Würzburg vor 3.063 Zuschauern in der fast ausverkauften s.Oliver Arena die Eisbären Bremerhaven mit 92:85 (46:37) besiegt. Es war der fünfte Würzburger Sieg im fünften Heimspiel gegen die Norddeutschen. Spielentscheidend waren zusammen 61 Punkte von Brendan Lane (21), Lamonte Ulmer (20) und Jake Odum (20) und ein starkes zweites Viertel der Hausherren. „Jetzt wollen wir den Schwung mitnehmen und auch die letzten drei Spiele der Saison erfolgreich gestalten“, betonte Bauermann.

Wie schon bei der knappen 70:73-Niederlage gegen Spitzenreiter Ulm 48 Stunden vorher musste er auf seinen Kapitän verzichten – Krešimir Lončar war nach seiner Mandelentzündung zwar in der Halle, konnte aber noch nicht eingesetzt werden. Spielmacher Mustafa Shakur wurde vor dem Sprungball offiziell verabschiedet – der US-Amerikaner wird nach seiner Sprunggelenksverletzung nicht mehr rechtzeitig vor Saisonende fit und kehrt in die Heimat zurück.

Im ersten Viertel sahen die Zuschauer zwei in der Offensive gut aufgelegte Mannschaften – bei den Gastgebern legte vor allem Center Brendan Lane gleich richtig los: Er erzielte die ersten acht Punkte für sein Team und hatte in der 8. Minute nach einem Dunking und einem Dreier zum 19:20 bereits 13 seiner insgesamt 21 Zähler auf dem Konto. Am Ende eines ersten Spielabschnitts auf Augenhöhe lagen die Gäste knapp mit 24:25 vorne.

Youngster Max Ugrai, der mit zwölf Punkten ebenfalls eine starke Vorstellung im Angriff ablieferte, gab dem Spiel dann in der 12. Minute die bereits vorentscheidende Wende: Der 21-Jährige traf den ersten seiner beiden Dreier zum 29:27 – es war der letzte Führungswechsel im Spiel, weil Michael Cobbins und Vincent Sanford zum 33:27 nachlegen konnten und Eisbären-Dompteur Sebastian Machowski damit zu einer Auszeit veranlassten.

Auch danach blieben die Würzburger die spielbestimmende Mannschaft – näher als drei Punkte sollten die Gäste im den Abstand im weiteren Spielverlauf nicht reduzieren. Bis zum Seitenwechsel ließen die Würzburger hinten nicht mehr viel zu und punkteten vorne mit Selbstvertrauen und guter Ballbewegung Richtung Brett. Es war ein Spiel mit vielen spektakulären Höhepunkten: Ein ums andere Mal beförderten Michael Cobbins, Brendan Lane und Lamonte Ulmer das Spielgerät per Dunk in den Gäste-Korb. Ulmer war es auch, der mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für den beruhigenden Halbzeitstand von 46:37 sorgte.

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Eisbären, die besser aus der Kabine kamen. In der 25. Minute waren sie – vor allem dank einigen starker Aktionen von Waverly Austin – wieder auf 51:48 dran. Dirk Bauermann nahm eine Auszeit, und an dem knappen Spielstand sollte sich im weiteren Spielverlauf nur wenig ändern – zwischen drei und sieben Punkten bewegte sich der Vorsprung der Hausherren bis zum Ende des dritten Spielabschnitts.

Auch gleich zwei Machowski-Auszeiten in den ersten zweieinhalb Minuten des vierten Viertels brachten keine Wende im Spiel – im Gegenteil: Nach einem krachenden Dunk von Lamonte Ulmer lagen die Gastgeber in der 34. Minute zum ersten Mal zweistellig vorne (75:65). Zwar hatte die höchste Führung im Spiel nicht lange Bestand, denn die Norddeutschen gaben noch lange nicht auf und kämpften sich noch einmal in Schlagdistanz (81:77, 37. Minute).

Nach einer weiteren Auszeit von Dirk Bauermann brachte sein Team den dritten Sieg aus den letzten vier Heimspielen dann aber souverän über die Zeit: In der Crunchtime sorgte Jake Odum mit einem Korbleger und fünf Freiwürfen dafür, dass der Erfolg nicht mehr in Gefahr geriet. „Ich habe der Mannschaft gesagt dass wir die Qualität haben, auch ganz knappe Spiele zu gewinnen. Das hat sie heute bewiesen“, sagte Bauermann.

s.Oliver Würzburg – Eisbären Bremerhaven 92:85 (24:25, 22:12, 21:24, 25:24)
Für s.Oliver Würzburg spielten:
Brendan Lane 21 Punkte/1 Dreier, Jake Odum 20/3, Lamonte Ulmer 20 (5 Assists), Max Ugrai 12/2, Vincent Sanford 9 (6 Assists), Michael Cobbins 6, Maurice Stuckey 4, Sebastian Betz, Felix Hoffmann

Top-Performer Bremerhaven:
Elliott 18/2 (9 Rebounds), Anderson 18/2, Austin 14, Wendt 10/1 (7 Assists).

Key Stats:
Freiwürfe: Würzburg 32 von 37 (86 Prozent) – Bremerhaven 18 von 25 (72 Prozent)
Ballverluste: Würzburg 10 – Bremerhaven 17
Ballgewinne: Würzburg 7 – Bremerhaven 4

Stimmen zum Spiel:
Dirk Bauermann. s.Oliver Würzburg:
"Ich bin sehr zufrieden, dass wir dieses schwierige Spiel gewonnen haben. Es war keine leichte Aufgabe nach der knappen Niederlage gegen Ulm vor zwei Tagen, das haben die Jungs heute sehr gut hinbekommen. Wir sind sehr froh, dass wir von den letzten vier Heimspielen drei gewonnen und gegen das stärkste Team in Deutschland nur sehr unglücklich verloren haben. Wie Sebastian es bereits gesagt hat: Wir haben sehr viel richtig gemacht. Wir haben auch Stressresistenz bewiesen, als es nochmal knapp zu werden drohte, weil wir schlecht defensiv gereboundet haben. Die Rebounds waren das Einzige, das heute nicht in Ordnung war. Jetzt wollen wir den Schwung mitnehmen und auch die letzten drei Spiele der Saison erfolgreich gestalten. Es war toll, wie viele Fans auch am Ostersamstag wieder in der Halle waren und tolle Stimmung gemacht haben. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir die Qualität haben, auch ganz knappe Spiele zu gewinnen. Das haben die Jungs heute unter Beweis gestellt."

Sebastian Machowski, Eisbären Bremerhaven:
"Glückwunsch an Dirk Bauermann und die Würzburger. Sie haben haben gerade in der wichtigen Phase im vierten Viertel sehr viel richtig gemacht. Auch wenn ich meiner Mannschaft wenig vorwerfen kann, tut es mir trotzdem weh, dass wir das Spiel nicht so gestalten konnten, dass wir am Ende noch eine Siegchance gehabt hätten. Wir sind gut in diese Partie gestartet, aber wir mussten den Ausfall von Jordan Hulls verkraften, der Symptome einer leichten Gehirnerschütterung gezeigt hat. Deshalb muss man die Leistung der Mannschaft umso höher bewerten. Insofern ein Riesenkompliment an mein Team zu der gezeigten Leistung und der Energie, die die Spieler aufgebracht haben. Das kann man unter anderem an den Rebounds ablesen. Wir fahren hoch erhobenen Hauptes nach Hause."

Nachricht vom 19.4.17 16:57

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