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Türkei: EU-Beitritt ja oder nein?

Die Gewinner des Diskussion .

Eine lebhafte Diskussion führten Studierende im Hörsaal I der Alten Uni: Soll die Türkei der EU beitreten oder nicht? Am Ende entschieden Jury und Publikum, welches studentische Team die Argumente besser vorgebracht hatte.
Seit dem Jahr 2005 führt die Europäische Union (EU) Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Das wirft Fragen auf sehr vielen Gebieten auf – unter anderem in Sachen Demokratie, Kultur oder Meinungs- und Religionsfreiheit.
Passt die Türkei zu Europa? Was spricht für, was gegen einen EU-Beitritt? Mit dieser Frage haben sich Studierende der Uni Würzburg in einem Seminar befasst. Eine Gruppe nahm dabei die Pro-, die andere die Contra-Position ein. In einem Diskussionswettstreit vor Publikum konnten die beiden Teams am Donnerstag, 16. Mai, ihre Argumente im Hörsaal I der Alten Universität vortragen.
Wichtig dabei: Die Studierenden vertraten nicht unbedingt ihre eigene Meinung. „Sie sprechen hier als Interessensvertreter, was sie vielleicht später ja auch in ihren Berufen als Anwälte oder Politiker tun müssen“, so Jan-Christoph Marschelke, Geschäftsführer des Lehrprogramms GSiK („Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“) der Universität.

Die Zweitplatzierten (von l .

Vier Thesen pro und contra Beitritt
Religionsfreiheit? „In der Türkei gibt es nur Islamunterricht, und der ist verpflichtend für alle Kinder – egal, welchen Glauben sie haben“, so Mauro Bellmund von der Contra-Gruppe in seinem Plädoyer. Nur drei religiöse Minderheiten seien in der Türkei offiziell anerkannt – und die würden vom Staat diskriminiert. So seien zum Beispiel die Ausbildungsstätten für griechisch-orthodoxe Priester seit Jahrzehnten geschlossen.
Werden Frauen in der Türkei unterdrückt? Ganz und gar nicht, argumentierte Stephanie Gschoßmann von der Pro-Gruppe: „Es gibt dort prozentual viel mehr Lehrerinnen, Professorinnen und Rechtsanwältinnen als bei uns, und auch der Frauenanteil in leitenden Positionen in Unternehmen ist höher.“ Die Stellung der Frauen sei unter anderem durch die Familienrechtsreform von 2001 gestärkt worden, bei der eheliche Gütertrennung und andere Neuerungen eingeführt wurden.
Presse- und Meinungsfreiheit? Dieses Grundrecht existiere in der Türkei nicht wirklich, so Cansu Taşkın. Journalisten, die über Verletzungen der Menschenrechte oder kritisch über die Regierung berichten, würden verhaftet und angeklagt. „Lange Aufenthalte in der Untersuchungshaft sind für viele türkische Journalisten kein Fremdwort“, sagte die Studentin.
Die Wirtschaft? In dieser Hinsicht sei die Türkei reif für den Beitritt, wie Hamit Kara erläuterte. Bis 2017 sei ein Wachstum von sieben Prozent prognostiziert. Ihr Haushaltsdefizit habe die Türkei in den vergangenen Jahren von zehn auf drei Prozent heruntergeschraubt. Derzeit rangiere das Land auf Platz 15 der besten Volkswirtschaften der Welt. Wirtschaftlich brauche die EU die Türkei, nicht umgekehrt.
Ziel des Wettstreits
Kurdenfrage, Zypernkonflikt, Islamisten: Auch diese Themen kamen zur Sprache. Insgesamt trugen acht Studierende ihre Argumente vor. Dass am Ende keine Einigung erzielt wurde, war ob der vielschichtigen Problematik von Anfang klar – und auch gar nicht das Ziel der Veranstaltung. Die Studierenden sollten vielmehr zeigen, dass sie sich mit juristischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten des Themas befasst haben, dass sie argumentativ gute Plädoyers halten und schnell Antworten auf kritische Fragen geben können. Außerdem sollten sie sich emotional in die Rolle Andersdenkender hineinversetzen.
Jury und Publikum kürten Gewinner
Am Ende entschieden die Zuschauer und eine Expertenjury, welches Team sich besser präsentiert hatte. Nach den Voten der vier Jurymitglieder stand es unentschieden. Doch die Wahl des Publikums fiel eindeutig auf die Contra-Gruppe: Sie bekam 65 Stimmen, die Pro-Gruppe 30 Stimmen.
Zum Sieger-Team gehören: Mauro Bellmund und Benjamin Hanne, die beide Political and Social Science studieren, sowie die Jurastudentinnen Sinem Sert und Cansu Taşkın. Das Pro-Team besteht aus Stephanie Gschoßmann und Yesim Melodi Özdil (beide Jura), Hamit Kara (Business Management) und Orhan Qimaz Izadin (Informatik).
Die Jury: Ozan Ceyhun, ehemals Mitglied im Europaparlament und Autor des Buches "Man wird nie Deutscher", war als Ehrengast dabei. Er steuerte in seinem Beitrag vor allem Details über die türkische Innenpolitik bei und sensibilisierte für die Perspektive der Türken im Beitrittsprozess. Außerdem wirkten die Juraprofessoren Eric Hilgendorf und Eckhard Pache sowie die Politikprofessorin Gisela Müller-Brandeck-Bocquet mit.
Veranstalter und Förderer
Die Idee für den Wettstreit stammt von der Deutsch-Türkischen Studentenvereinigung (DTSV), das universitäre Lehrprogramm GSiK („Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“) hat sie gemeinsam mit den Studierenden und DTSV-Initiatorin Rabia Ünlü umgesetzt. Der Wettstreit fand im Rahmen der Würzburger Veranstaltungsreihe „40 Jahre Europastadt“ statt. Finanziell gefördert wurde er von der Stadt und den Würzburger Juristen-Alumni.
Links
Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK): www.gsik.de
Deutsch-Türkische Studentenvereinigung (DTSV)






Nachricht vom 22.5.13 00:04

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