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Vom Barock bis Benn

Neu an der Uni: der Literat .

Er interessiert sich für Literatur und Kultur von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne, für den höfischen Barockroman und für Gottfried Benn, für Reiseliteratur – und für die Geschichte des Happyends: Stephan Kraft ist seit Kurzem Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Uni Würzburg.
Das Happyend der Komödie: Mal ist es nur ein Mittel zum Zweck, mal erscheint es als das religiös oder geschichtsphilosophisch überhöhte Ziel der Darstellung selbst, und mal stellt es paradoxerweise einen höchst irritierenden und gerade deshalb produktiven Störfaktor dar – und gerade dann wird es ganz besonders interessant. Zu diesem Schluss kommt Stephan Kraft in seiner Habilitationsschrift zur Theoriegeschichte der Komödie.
Kraft ist seit diesem Semester Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte am Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte der Universität Würzburg. In seiner Habilitation hat er die Poetik der Komödie mit einem besonderen Akzent auf der Geschichte des Happyends von der Antike bis ins 20. Jahrhundert untersucht.
Die Poetik der Komödie
Seine Studie umspannt die Diskussion über das Komödienende von Aristoteles bis zur Kontroverse um die Holocaustkomödie im späten 20. Jahrhundert. Sie bietet einen Überblick über antike, mittelalterliche und frühneuzeitliche Debatten und erforscht das Happyend in Werken unter anderem von Lessing, Hauptmann, Dürrenmatt und – mit einem Schwenk zum Film – in Roberto Benignis „Das Leben ist schön“.
Natürlich beschäftigt sich Stephan Kraft nicht ausschließlich mit Komödien und ihren glücklichen Fügungen. „Weit gespannt“ seien seine Interessen in der Literaturwissenschaft, sagt er. Wobei ein besonderer Schwerpunkt auf einer kulturwissenschaftlichen Ausrichtung liege.
Der höfische Barockroman
Das zeigt sich unter anderem in seiner Dissertation aus dem Jahr 2002. In ihrem Mittelpunkt steht die Römische Octavia, ein rund 7000 Seiten starker Roman des Braunschweiger Herzogs Anton Ulrich. Das Werk gilt als einer der wichtigsten höfischen Barockromane in deutscher Sprache. Der erste Band erschien bereits 1677, doch auch beim Tod Anton Ulrichs im Jahr 1714 – zu einer Zeit, als dieses Genre literarhistorisch längst der Geschichte angehörte – war das vieltausendseitige Riesenwerk noch immer nicht abgeschlossen. Kraft hat an ihm die Besonderheiten des Epochenübergangs vom Barock zur Aufklärung untersucht.
„Dieses unvollendete Großprojekt hat in den fast vierzig Jahre seiner Entstehung einen vielfältigen inneren Entwicklungsprozess durchlaufen“, sagt Stephan Kraft. Anton Ulrich habe dabei eine hochkomplexe „barocke Weltordnungsmaschine“ so lange mit immer neuen Elementen und Ideen angereichert, bis schließlich ihr Funktionieren selbst in Frage gestellt war.
„Die ursprünglich geschlossene Anlage des Romans hat sich dadurch im Laufe der Zeit immer weiter aufgelöst“, so Kraft. Unter anderem deshalb erweise sich der Roman als ein „Seismograph für die spezifische Entwicklung des literarischen Feldes um 1700“. Am Übergang zwischen Barock und Aufklärung gelegen, finde sich hier eine überraschende Modernität und Offenheit.
Briefe Gottfried Benns
Zentrales aktuelles Forschungsprojekt von Stephan Kraft ist eine kommentierte Edition des Briefwechsels zwischen Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze. „Es handelt sich dabei um den wichtigsten Briefwechsels des Lyrikers Gottfried Benn, der die Jahre zwischen 1932 und 1956 umspannt“, sagt der Wissenschaftler. Bislang kannte man nur die Briefe Benns – diejenigen Oelzes waren gesperrt. Demnächst wird man nun endlich den Briefwechsel als Ganzen in seinem dialogischen Hin und Her lesen können.
Oelze war Großkaufmann und Jurist. In seinem ersten Brief an den Schriftsteller hatte er Benn seine Bewunderung für dessen Essay über „Goethe und die Naturwissenschaften“ übermittelt und um ein persönliches Gespräch gebeten. Das hatte Benn abgelehnt. Trotzdem entwickelte sich in den folgenden Jahren ein reger Austausch zwischen den beiden, von dem rund 750 Briefe Benns und 550 Gegenschreiben Oelzes erhalten sind. „In diesen Briefen geht es immer wieder um zentrale poetologische Fragestellungen, und nicht selten stellen sie sogar Vorstudien zu Benns Essays der späten dreißiger und der vierziger Jahre dar. Darüber hinaus bildet sich in den Briefen wie nirgends sonst Benns Verhältnis zum Nationalsozialismus ab – vor allem seine schnelle und deutliche Abkehr nach 1933 wird hier plastisch“, sagt Kraft.
Zur Person
Stephan Kraft (44) hat nach einer Ausbildung zum Buchhändler von 1992 bis 1998 Germanistik, Romanistik und Geschichte an den Universitäten Göttingen, Pau (Frankreich) und Bonn studiert. An der Universität Bonn promovierte er im Jahr 2002. In den Jahren 2006 bis 2007 war er als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Indiana University in Bloomington (USA), bevor er sich im Jahr 2010 wiederum in Bonn habilitierte. Nach einer Vertretungsprofessor an der Universität Paderborn wechselte er im April 2013 an die Universität Würzburg.








Nachricht vom 25.6.13 14:25

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