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Wirtschaft fördert Modell-projekt für Mathematiker und Informatiker Die Erstsemes-ter in der Informatik bekom-men einen Professor als Mentor. Man will die Studier-enden befragen, wo der Schuh drückt. Und sie sollen mehr Einblick in die Praxis erhalten: Zum Sommersemester startet die Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Würzburg ein Modellprojekt, das darauf abzielt, die auch in Würzburg hohe Zahl der Studienabbrecher in diesen Fächern zu senken. Das Vorhaben wird von Verbänden der bayerischen Wirtschaft über drei Jahre gefördert – mit jährlich rund 40.000 Euro.
Das Projekt geht auf die Ausschreibung „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ zurück, an der sich die Fakultät erfolgreich beteiligt hat. In den so genannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – sind die Abbrecherquoten generell hoch. „In Würzburg steigen etwa 25 bis 50 Prozent der Studierenden in Mathematik und Informatik nach dem ersten Studienjahr aus“, berichtet der Informatiker Professor Jürgen Wolff von Gudenberg, der das Projekt leitet. Ergänzend zu den Bemühungen, die Qualität der Lehre mit Mitteln aus den Studienbeiträgen zu verbessern, will man nun mit dem MINT-Projekt die Studierenden vor allem in den ersten beiden Studienjahren intensiver begleiten:
So wird das Mentorensystem, das es bei den Informatikern auf dem Hubland bereits gibt, weiter ausgebaut. Jeweils zehn bis fünfzehn Studierende werden dabei von ihrem ersten Studientag an einem Professor anvertraut. „Das soll unter anderem die Schwelle heruntersetzen, dass sich die Leute auch getrauen, was zu sagen“, erklärt Wolff von Gudenberg. Und über Web-Befragungen will man genauer erfahren, welches die Belastungen und kritischen Punkte sind, die die Studierenden letztlich aufgeben lassen.
Des Weiteren werden ergänzend zu den Grundvorlesungen in Mathematik und Informatik in den Semesterferien Repetitionstutorien eingerichtet. Hier können Themen noch einmal vertieft und Aufgaben durchgerechnet werden. Nicht zuletzt will man den Kontakt zu Softwarefirmen intensivieren: Lehrbeauftragte aus der Industrie zum Beispiel sollen einbezogen werden, um den Studierenden ihre Unternehmen vorzustellen. Und sie könnten von Problemen berichten, die sie bearbeiten. „Das würde den Studierenden auch demonstrieren, dass man solche Dinge wie Algorithmen, die wir hier lernen, im Berufsleben tatsächlich auch braucht“, meint Wolff von Gudenberg.
Das Modellprojekt wird gefördert von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) in Zusammenarbeit mit Verbänden der Bayerischen Metall- und Elektrounternehmen (BayME und VBM).
Im Institut für Informatik soll das Mentorensystem für die Erstsemester ausgebaut werden.
Im Institut für Informatik soll das Mentorensystem für die Erstsemester ausgebaut werden. Foto: Robert Emmerich

Quelle: Universität Würzburg








Nachricht vom 26.3.08 12:18

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