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Bessere Einblicke in den Körper

Er ist stark, schwer und teuer: der Magnetresonanz-tomograph, der seit Kurzem in der Kopfklinik seine Arbeit verrichtet. Das Gerät macht Aufnahmen vom Körperin-neren in überragender Qualität und bietet damit Forschern, Ärzten und Patienten deutliche Vorteile. „3Tesla-Hochfeld-Magnetresonanztomograph“: So lautet der vollständige Name des neuen Geräts, das seit wenigen Monaten in der Kopfklinik der Würzburger Universitätsklinik seinen Dienst tut. Tesla ist die Maßeinheit für die magnetische Feldstärke; drei Tesla entsprechen dem 60.000-fachen des Erdmagnetfelds.

Der Magnet ist so stark, dass die ihn umgebenden Mauern mit dicken Stahlplatten verkleidet werden mussten. Nur so lässt sich vermeiden, dass das Magnetfeld bei Besuchern Herzschrittmacher zum Stolpern bringt und Kreditkarten unleserlich macht – schon lange, bevor sie auch nur in die unmittelbare Nähe des 14-Tonnen-Kolosses gelangen.

Ein Neubau für das neue Gerät
Der Tomograph steht in einem Neubau, der direkt an die Kopfklinik angrenzt. Seine Anschaffung hat inklusive der Bauarbeiten 5,5 Millionen Euro gekostet; finanziert haben das Projekt je zur Hälfte der Bund und das Land Bayern.

Der von Siemens hergestellte Magnetresonanztomograph – alternativ dazu spricht man auch von einem Kernspintomographen – liefert Bilder in allen möglichen Schichten und Ebenen aus dem menschlichen Körper.

Dabei kommen allerdings keine Röntgen-Strahlen zum Einsatz. Stattdessen wird der Patient einem sehr starken Magnetfeld ausgesetzt, wodurch sich die Wasserstoffatome in seinem Körper in einer bestimmten Art und Weise ausrichten. Werden die Achsen der Atome dann durch eine hochfrequente elektromagnetische Strahlung kurzzeitig zum Kippen gebracht, senden sie Signale aus, wenn sie wieder „zurückkippen“. Diese werden von Computern interpretiert und in Bilder umgewandelt.

Neuroradiologie mit ihrem Leiter, Professor László Solymosi. „Es ist das modernste Gerät, das es derzeit zu kaufen gibt. Es ermöglicht uns eine hochwertige Krankenversorgung und optimale Forschung.“Mit diesen Worten stellte Solymosi den Tomographen der Öffentlichkeit vor.

Vor allem Patienten mit Erkrankungen im Bereich des Kopfes und des Rückenmarks werden von der Neuanschaffung profitieren. Zum einen können sie nun direkt im Krankenbett von der Station in der Kopfklinik zur Untersuchung gefahren werden. Die langen Wege der Vergangenheit sind passé, in der die Patienten mit dem Krankenwagen zu einem der drei anderen – allerdings nur halb so starken – Geräten der Uniklinik transportiert werden mussten. „Wir haben das Gerät zum Patienten gebracht“, freute sich Solymosi.

Schlaganfälle: schnelle und exakte Diagnosen
Zum anderen sind die Mediziner nun in der Lage, Krankheiten sehr viel genauer und schneller zu diagnostizieren als bisher. „Der Weg zur endgültigen Diagnose wird teilweise dramatisch verkürzt“, sagt Solymosi. Gerade bei Schlaganfällen könne das Gerät den Medizinern die Suche nach der Ursache deutlich erleichtern, da es Auskunft sogar über Stoffwechselprozesse und die Versorgung bestimmter Regionen mit Sauerstoff ermöglicht.

„Wir sind jetzt in der Lage, Schlaganfalldiagnostik und –therapie auf der molekularen Ebene zu betreiben“, so der Neuroradiologe. Schlaganfallpatienten profitieren auch von dem Standort in der Kopfklinik und den kurzen Wegen: „Die Prognose dieser Patienten hängt schließlich nicht zuletzt von einem sehr kurzen Zeitintervall zwischen dem Ereignis und dem Beginn der Therapie ab“, so Solymosi.

Vorteile bringt der Tomograph auch Patienten, die an einer Ausstülpung eines Blutgefäßes im Kopf, einem so genannten Aneurysma, leiden. Bisher mussten Mediziner in einem nicht völlig ungefährlichen Eingriff über einen Katheter Kontrastmittel in den Bereich der Kopfgefäße bringen, um sich ein genaues Bild von der Größe und Lage des Aneurysmas machen zu können. Jetzt kann das neue Gerät diese Informationen in vielen Fällen auch ohne diesen Eingriff liefern.

Patienten mit einer Tumorerkrankung im Bereich des Nervensystems profitieren ebenfalls von der Neuanschaffung: „Dank der höheren Auflösung des 3-Tesla-Tomographen können wir diese Tumore wesentlich besser darstellen und untersuchen“, so Solymosi. Insgesamt erlaubten die Aufnahmen in höchster Auflösung aus dem Körperinneren eine sehr viel genauere Diagnostik und Fortschritte in der Therapie, schwärmt der Mediziner.

Einsatz in der Forschung
Natürlich soll der MR-Tomograph auch in der Forschung zum Einsatz kommen, beispielsweise in der Neuroonkologie, wenn es darum geht, die Therapie von Hirntumoren zu verbessern. Oder in der HNO-Klinik, wo taube Patienten mit Hilfe eines Cochlea-Implantats wieder hören können, vorausgesetzt, ihre Hörbahn funktioniert noch. Dies zu beurteilen, erleichtert der neue Tomograph deutlich. Oder bei der Entwicklung innovativer Kontrastmittel, die Bilder vom Wachstum peripherer Nerven liefern können – neben anderen auch einem Bereich, in dem die Würzburger Forschergruppe bereits viele nationale und internationale Preise gewonnen hat.

Rund-um-die-Uhr-Einsatz nach langer Einarbeitung
4000 bis 5000 Untersuchungen werden die Neuroradiologen voraussichtlich jedes Jahr mit dem neuen Gerät durchführen. Mehr als 1000 Patienten kamen in den vergangenen Monaten bereits in den Genuss der neuen Technik.

Tatsächlich steht der Tomograph schon weit über ein Jahr in dem Neubau an der Kopfklinik. Weil er jedoch so neu ist, mussten die Ärzte und Techniker noch etliche Monate daran „üben“ und ausprobieren – schließlich gilt die Regel: Je höher die Feldstärke, desto empfindlicher sind Geräte. Weshalb sich Störungen eben auch umso stärker bemerkbar können.

Inzwischen sind diese Anfangsprobleme behoben, der Tomograph liefert die Bilder, die sich die Mediziner von ihm erwartet haben – „jetzt kann die Arbeit hochgefahren werden.“
Professor Tobias Hertel mit einem Nanoröhren-Modell
Professor Tobias Hertel mit einem Nanoröhren-Modell. Foto: Robert Emmerich








Nachricht vom 23.12.08 13:13

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