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Neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde

Sonderausstellung: 25 Jahre Antarktisforschung Kein Kontinent auf dieser Erde, auf dem nicht Wissenschaftler der Universität Würzburg zu finden sind. Selbst in der Antarktis sind sie aktiv – und das seit 25 Jahren. Zum Jubiläum der ersten geowissenschaftlichen Expedition mit Würzburger Beteiligung im Dezember 1982 zeigt das Mineralogische Museum am Hubland im Wintersemester eine Sonderausstellung.
Ab Freitag, 19. Oktober, gewähren zahlreiche Poster und eindrucksvolle Fotos den Museumsbesuchern Einblick in das Expeditionsleben, die logistischen Schwierigkeiten und die Geländearbeit. Sie informieren auch über die geologischen Hintergründe und die bisherigen Forschungsergebnisse.
Zusätzlich werden Dokumentarfilme von einigen Expeditionen gezeigt. Besonders schöne und typische Gesteine der Arbeitsgebiete sind in Vitrinen ausgestellt; in Abendvorträgen berichten einige Expeditionsteilnehmer von ihren Erlebnissen. Die Ausstellung dauert bis 29. Februar und ist sonntags von 14 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich, Telefon (0931) 888-5407 oder 888-5421.
Den Anfang der Würzburger Antarktis-Expeditonen bildete ein Sicherheitstraining in den neuseeländischen Alpen. Erst als die Teilnehmer dort bewiesen hatten, dass sie mit Kälte, Schnee und Eis klar kommen, stand ihrem Aufbruch in die Antarktis nichts mehr im Wege.
Am 4. Dezember 1982 verließ die Expeditionsmannschaft der dritten German Antarctic North Victoria Land Expedition mit dem Eisbrecher Polar Queen den Hafen von Wellington. Mit an Bord waren der Würzburger Petrologe Wolfgang Schubert und sein Doktorand Stanislav Ulitzka. Ihr Ziel: Die bis dahin kaum erforschte Daniels Range in Nordvictorialand an der Pazifikküste des südlichsten aller Kontinente. Eine Woche dauerte die Überfahrt bei guten Wetter- und Eisbedingungen; dann konnten die Wissenschaftler mit ihrer Arbeit, der Kartierung und Beprobung der metamorphen Kristallin-Gesteine, beginnen. Ende Februar 1983 mussten sie wegen schlechtem Wetter und dem nahenden Südherbst ihre Zelte wieder abbrechen. Am 7. März kehrte die Expedition wohlbehalten nach Wellington zurück.
Seit dieser Zeit haben Mitarbeiter des ehemaligen Instituts für Mineralogie und Kristallstrukturlehre der Universität Würzburg – das im Oktober 2007 in den Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung umgewandelt wurde – an zehn weiteren Antarktis-Expeditionen teilgenommen. Derzeit sind vier Antarktisforscher am Lehrstuhl beschäftigt. Dass die von Wolfgang Schubert begonnene Tradition fortgesetzt werden wird, dafür garantiert die Berufung von Hartwig Frimmel an den hiesigen Lehrstuhl. Frimmel war früher Leiter der geowissenschaftlichen Antarktisforschung Südafrikas und wird dem Kontinent auch von Unterfranken aus treu bleiben.
Drei Regionen sind es, auf die sich die Forscher aus Würzburg konzentrieren: Nordvictorialand, Shackleton Range und Dronning Maud Land. Alle drei liegen am Rande des alten antarktischen Kontinentkerns, der in etwa der heutigen Ostantarktis entspricht. Diese Gegenden haben vor etwa 550 bis 500 Millionen eine wesentliche Rolle gespielt, als gewaltige plattentektonische Vorgänge zur Bildung des Großkontinents Gondwana führten.
Was zu dieser Zeit aus geologischer Sicht genau passiert ist, versuchen die Wissenschaftler zu entschlüsseln – bisher mit großem Erfolg. Dank ihren Untersuchungen ist mittlerweile klar, dass das damals entstandene Ross-Gebirge in Victorialand durch eine Subduktion, also ein Abtauchen einer paläopazifischen Ozeanplatte unter den antarktischen Urkontinent, entstanden ist. Würzburger Petrologen trugen mit detaillierten Untersuchungen der Kristallin-Gesteine und mit genauen Altersdatierungen wesentlich zum heutigen Kenntnisstand über die gebirgsbildenden Abläufe im Ross-Gebirge bei.
Neue Erkenntnisse brachten auch ihre Arbeiten im Maud-Gebirgsgürtel von Dronning Maud Land zu Tage. Dieser wurde noch vor wenigen Jahren als Teil des etwa eine Milliarde Jahre alten Superkontinents Rodinia angesehen. Unter Würzburger Leitung konnte jedoch gezeigt werden, dass dieses Gebirge erst viel später, bei der Bildung Gondwanas entstanden ist. Mittlerweile gilt eine Kontinent-Kontinent-Kollision zwischen den Teilkontinenten West- und Ostgondwana als Auslöser für das Entstehen dieser Bergkette. Diese Kollision war wahrscheinlich eine der heftigsten Gebirgsbildungsphasen in der Erdgeschichte. Heute sind nur noch die unteren Bereiche der durch diese Gebirgsbildung stark verdickten kontinentalen Erdkruste erhalten. Die von chemischer Verwitterung verschonten Felskliffe im Maud-Gebirge und in der Shackleton Range bieten eine optimale Gelegenheit, Einsicht in diese tiefen Krustenabschnitte zu gewinnen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich das Würzburger Forscherteam gegenwärtig mit der Rekonstruktion der geodynamischen Prozesse beschäftigt, die zur Bildung von Superkontinenten führen und solcher, die in der Tiefe von kontinentalen Kollisionszonen ablaufen.
Aber auch die ältere, bis weit ins Präkambrium zurückreichende Geschichte des antarktischen Urkontinents haben die Würzburger Wissenschaftler mehr und mehr enträtselt. So belegen beispielsweise erst jüngst an Gesteinen der Shackleton Range erzielte Ergebnisse ältere geologische Ereignisse wie kontinentale Krustenbildung, Inselbogen-Vulkanismus und hochgradige Metamorphose vor etwa 2600, 1700 und 1100 Millionen Jahren. Gefördert werden diese Arbeiten über ein Projekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms Antarktisforschung, das unter der Leitung von Hartwig Frimmel steht.
Die Antarktisforschung der Würzburger Petrologen ist viel zu komplex, um in unterfränkischer Isolation durchgeführt werden zu können. Daher ist nicht nur die logistische Unterstützung deutscher und südafrikanischer Antarktisprogramme für diese Arbeit notwendig, sondern auch eine enge Kooperation mit in- und ausländischen Partnern, wie zum Beispiel der Universität Frankfurt und der Bundesanstalt für Geowissenschaften Hannover, der University of Cape Town, der Australian National University und der Slovak Academy of Sciences.
Typische Herberge der Geologen: Scott-Zelte, hier in der unendlich weiten Eiswüste von Dronning Maud Land
Typische Herberge der Geologen: Scott-Zelte, hier in der
unendlich weiten Eiswüste von Dronning Maud Land. Foto: Hartwig Frimmel

Die Antarktisforscher Wolfgang Schubert (links) und Stanislav Ulitzka in einem Geländecamp der Nordvictorialand-Expedition GANOVEX III vor 25 Jahren.
Die Antarktisforscher Wolfgang Schubert (links) und Stanislav Ulitzka in einem Geländecamp der Nordvictorialand-Expedition GANOVEX III vor 25 Jahren. Foto: Wolfgang Schubert

Drei verschiedene Generationen magmatischer Gänge, die vor etwa 500 Millionen Jahren in einen hochgradig metamorphen Gneis intrudierten: Die relative Abfolge der einzelnen Intrusionen lässt sich hier gut aus den räumlichen Überschneidungen ableiten (schwarzer Gang, zunächst gefolgt von dem weißen und dann dem braunroten Gang). Man beachte den roten Fleck am Fuß der Felswand: Als Größenmaßstab ist dort ein Expeditionsteilnehmer zu sehen
Drei verschiedene Generationen magmatischer Gänge, die vor etwa 500 Millionen Jahren in einen hochgradig metamorphen Gneis intrudierten: Die relative Abfolge der einzelnen Intrusionen lässt sich hier gut aus den räumlichen Überschneidungen ableiten (schwarzer Gang, zunächst gefolgt von dem weißen und dann dem braunroten Gang). Man beachte den roten Fleck am Fuß der Felswand: Als Größenmaßstab ist dort ein Expeditionsteilnehmer zu sehen. Foto: Hartwig Frimmel

Quelle: Universität Würzburg








Nachricht vom 23.10.07 16:12

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