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Von Schwindelfreiheit bis Hochleistungskuscheln

Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung nahm Arbeitsplatz Schule in den Blick Gesundheit ist die Grundlage jeder Professio-nalität. Oftmals bleibt es allerdings bei den berühmten 3Ms: Man müsste mal. Diese allgemeine Weisheit ist noch nicht schulspezifisch. Aber wie der Dachdecker die Schwindelfreiheit, so brauchen Lehrer die Gesundheit, referierte der Psychologe Prof. Sieland von der Universität Lüneburg vor den mehr als 300 Teilnehmern der Herbsttagung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung.
Der Wissenschaftler sprach offen aus, dass alles, was die Studierenden und Lehrer von ihm zu hören bekamen, hinlänglich bekannt ist. „Sie werden es sich wieder anhören, ohne etwas zu ändern“. Es ist mehr als logisch, dass, wer laufend von seinem Gesundheitskonto abheben will, auch laufend einzahlen muss. Gerade Lehrpersonen sollten zu ihrem eigenen Schutz professionell mit eigenen und fremden Gefühlen umgehen können. Sie sollen aber auch ihren Zielgruppen vorleben und beibringen, mit eigenen Grenzen zu leben und ihre Gefühle zu kontrollieren. Professionelle Lerngemeinschaften (PLGs) sind eine strategische Antwort auf das Alltagsrisiko von Lehrkräften, ihre täglichen Erfahrungen demotivierend bzw. mit einseitigen Schuldzuschreibungen zu verarbeiten. Wichtig, so der Lüneburger Bildungsexperte, ist, dass Lehrkräfte Lerner bleiben. Dazu können entsprechende Internetangebote beitragen, wie z.B. www.lehrerforum.uni-lueneburg.de.
Nach der idealen Lehrerpersönlichkeit zu suchen, ist allerdings sinnlos, prophezeite die Kognitionsforscherin Prof. Stern aus Zürich. „Man findet im Höchstfall die Anti-Lehrerpersönlichkeit“, führte die Wissenschaftlerin aus. Professionelles Handlungswissen ist allerdings für alle Lehrer unerlässlich. „Gute Lehrpersonen wissen, wie Schüler lernen.“
Die durch den Erwerb von Kompetenzen ausgelösten Veränderungen im Gehirn dagegen muss man nicht kennen, um guten Unterricht zu geben. Stern wies darauf hin, dass die Erforschung von hirnphysiologischen Prozessen beim Lernen in den Kinderschuhen steckt. „Einfache Konditionierungsprozesse bei der Biene sind nur ansatzweise bekannt“. Die Psychologin betonte außerdem, dass effizientes Lernen nicht von schlechteren Synapsen abhängig sei. „Selbst wenn man durch Medikamente das Gehirn effizienter machen könnte, wird es von der Lerngelegenheit, also den Schulbedingungen abhängen, was wie gut gelernt wird.“
Als Schnee von gestern kritisierte Prof. Walter Müller, Schulpädagoge an der Universität Würzburg die angeblich neue Unterrichtskultur. „Neue Unterrichtskultur gehört zu den modischen Plastikwörtern, die den schulpädagogischen und bildungspolitischen Diskurs seit PISA beherrschen und oft wie Allheilmittel der Schulentwicklung gehandelt werden.“
Seit mehr als 30 Jahren arbeitet die Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen und wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bielefeld für die Reform des Schulwesens zum Wohle der Schüler und Lehrer. Die Schule hat den zeitlich und inhaltlich unbegrenzten Versuchsauftrag, neue Wege des Lehrens und des Lernens zu erproben, zu evaluieren und der Gesellschaft gegenüber zu rechtfertigen. Prof. Susanne Thurn, Schulleiterin und Professorin an der Uni Bielefeld, wehrt sich nicht gegen den oft vorgebrachten Vorwurf der Kuschelpädagogik der Laborschule. „In den 11 Jahren an unserer Schule verlangen wir von jedem Kind sein Bestmögliches. Ich finde es schlimm, dass beispielsweise Hauptschülern in unserem Land nichts mehr zugetraut wird.“ Thurn zeigte eindrücklich auf, dass die Lehrer der Laborschule von den Schülern Höchstleistung fordern. Aber die sieht eben bei jedem anders aus – und die Schüler profitieren von dieser Verschiedenheit. „Ja – wir betreiben Kuschelpädagogik, Hochleistungskuscheln“, vertritt die Bildungswissenschaftlerin selbstbewusst. Dass Kinder ohne Noten, ohne Vergleich und ohne Konkurrenz nicht bereit seien, sich anzustrengen, ist für Thurn eine Behauptung, die sich vielleicht in trauriger Regelschulpraxis bestätigt, aber sie schon lange nicht mehr überzeugt. Zumal es nicht eine einzige, sie bestätigende empirische Untersuchung gibt. Die Pädagogin charakterisiert Ihre Schule als eine, in der Lernen nicht durch Zwang gefördert wird, in der Notengebung und darauf aufbauend Auslese als pädagogische Mittel weitgehend ausscheiden. Sie ist eine Schule, in der Kinder und Jugendliche zum Lernen ermutigt, nicht durch Noten gedemütigt werden.
An der Planung der Tagung waren Mitglieder der Universität ebenso beteiligt wie Lehrerinnen, die Schulabteilung der Regierung von Unterfranken, die Dienststellen der Ministerialbeauftragten für Gymnasien und Realschulen und Studierende. Unterstützt wurde die zweitägige Veranstaltung von der Willhelm-Ruchti-Stiftung, dem Förderverein Lehrerbildung der Uni Würzburg, dem Bayerischen Realschullehrerverband, Philologenverband und Lehrer und Lehrerinnen-Verband.

"Prof. Müller (links) und Prof. Sieland im Diskurs. (Bild: Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung)"

Quelle: Universität Würzburg








Nachricht vom 30.10.07 14:49

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